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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 18:43 Uhr

Am Himmelsbarg : Veränderungen im Schulzentrum

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Neue Zeiten sind im Schulzentrum Am Himmelsbarg angebrochen. Mit dem Beginn des Schuljahres 2014/15 ist aus der Regional- eine Gemeinschaftsschule geworden. Statt „RegMo“ heißt sie jetzt „GemsMo“. Und seit gestern gibt es auch einen offenen Ganztagsbetrieb inklusive Mittagstisch. „Wir sind auf einem guten Weg“, berichtet Schulleiterin Karen Frers.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 21:35 Uhr

Der Wechsel der Schulform hat allerdings zu keinen Veränderungen der Unterrichts- und Klassenstruktur geführt. „Gemeinsames Lernen in der Orientierungsstufe gab es bei uns schon früher“, erklärt die Rektorin. Im fünften und sechsten Jahrgang werden die Schüler also wie bisher in ihren Klassen unterrichtet.

Völliges Neuland betrat man allerdings mit der Gestaltung der offenen Ganztagsschule. Es gilt für die Klassen 5 bis 7 und erstreckt sich auf Dienstag, Mittwoch sowie Donnerstag. Mit dem kommenden Schuljahr soll das Angebot „hochwachsen“, so Karen Frers. Das Mittagessen können die Schüler in einem Raum zu sich nehmen, der hinter der Bühne des Info-Zentrums liegt und früher von den Auftretenden genutzt wurde. Der Schulzweckverband ließ den Raum umbauen. Die Resonanz auf das neue Angebot sei „anfangs zögerlich“ gewesen, so die Pädagogin. Die Mädchen und Jungen bekommen portionsweise abgepacktes Essen. Beim Anbieter vertraute die Schulleitung auf einen, der auch Einrichtungen in der Umgebung beliefert.

Von 13.30 bis 14.30 Uhr folgt eine Hausaufgabenhilfe. Angeleitet wird sie vom Appener Jugendpfleger Kai Semmelhack und Schulsekretärin Cornelia Dabelstein. Ältere Schüler unterstützen die jüngeren bei ihren Aufgaben. Dieses Angebot ist mit 30 Anmeldungen „enorm gut nachgefragt“, sagt die Schulleiterin.

Es folgt von 14.30 bis 16 Uhr das Nachmittagsprogramm, das Schüler wählen können, aber nicht müssen. Als Koordinatorin engagiert sich Katrin Zorn. Bei der Organisation wird unter anderem mit dem Moorreger SV, der VHS Wedel, der Arbeiterwohlfahrt und dem Hetlinger MTV kooperiert. Ein Tag pro Woche Nachmittagsangebot kostet 15, zwei Tage 30 und drei Tage 40 Euro pro Monat. Für die Hausaufgabenbetreuung muss fünf Euro pro Tag und Monat gezahlt werden. Für ein Essen wird 3,50 Euro fällig.

Mit dem neuen Schuljahr ist die Annmeldezahl zurückgegangen. Waren es 2013 noch 75 Fünftklässler, so sind es jetzt 55. Sie werden in drei Klassen unterrichtet, was eine hervorragende Lernsituation mit sich bringt. Zwar handele es sich um einen geburtenschwachen Jahrgang, erklärt Karen Frers. Den Hauptgrund sieht sie jedoch in der „Unsicherheit der Eltern“ angesichts der Veränderungen.

Für die Rektorin ist die Gemeinschaftsschule eine „Praline im Zeitungspapier“. Der Großteil des Gebäudes ist 40 Jahre alt, was man ihm deutlich ansieht. Der Schulträger, der Schulzweckverband sei gefordert, „baulich etwas zu tun“. www.gemsmo.de

Das Schuljahr hat begonnen, doch es gibt noch keine Zeugnisordnung

Durch den Veränderungsprozess sei man gezwungen, erklärt Schulleiterin Karen Frers, auch auf andere Dinge zu gucken, „und das ist viel.“ So wird derzeit an der Internetpräsenz gebastelt. Die alte Website gibt es noch, und zwar mit neuen Inhalten. Die werden auch auf der neuen Seite der Gemeinschaftsschule zu finden sein, die bald die RegMo-Seite ablöst.

Bereits in den vergangenen Monaten wurde keine Schulkleidung mehr verkauft, weil es neue Modelle mit einem anderen Logo geben soll. Die früheren T- und Sweat-Shirt zierte der Briefkopf der Regionalschule. Jetzt wurde eine Fledermaus als Symbol gewählt, die für die naturnahe Schule in Moorrege steht. Um die zu verkaufen, wird derzeit an einer Schüler-Firma gebastelt.

Noch ein bisschen Zeit hat man mit der Entscheidung, wie der Unterricht der Gemeinschaftsschüler gestaltet wird, wenn sie aus der Orientierungsstufe in die Sekundarstuffe I wechseln. Nach derzeitigem Diskussionsstand soll es kein Kursmodell geben. „Dabei müssen sich die Schüler in immer neuen Kursverbänden zurecht finden“, bemängelt die Pädagogin. Sie setzt auf gemeinsames Lernen von Haupt- und Realschülern. Wenn zwei Lehrerinnen in einer Klasse unterrichten, ist eine Binnendifferenzierung möglich und jeder lernt entsprechend seiner Fähigkeiten. Der Klassenverband bliebe erhalten. Aktuell bereitet die Zensurengebung Probleme. Aus dem Bildungsministerium gibt es den Wunsch, bis Klasse 7 auf Noten zu verzichten. Eine Zeugnisordnung liegt jedoch nicht vor. Die Rektorin setzt auf Noten, die in Haupt- und Realschule diferenziert. „Eine „Fünf“ ist für einen Schüler demotivierend“, erklärt sie, „eine H3 oder H4 nicht.“ Sollte das Ministerium seine Meinung in eine Verordnung umsetzen, könnte die Moorreger Schulkonferenz jedoch eine Ausnahme beschließen. (tp)

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