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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 05:28 Uhr

Triathlon : Uwe Schinz siegt beim Ironman

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Uwe Schinz läuft und läuft und läuft – über die Dörfer, nach Hamburg und zurück, durch Wüsten, die Berge rauf und runter. Was vor Jahren als Therapie gegen Rückenschmerzen begann, ist eine Leidenschaft geworden, die den 62 Jahre alten Heistmer ständig nach neuen Herausforderungen suchen lässt.

Jetzt trat er zur Abwechslung mal quasi vor der Haustür zu einem Wettkampf an, und doch war dieses „Heimspiel“ etwas ganz Besonderes: Uwe Schinz startete in Glücksburg bei seinem ersten Triathlon überhaupt und belegte in seiner Altersklasse mal eben den ersten Platz. „Für mich ist damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen, denn ich wollte einmal den Ironman schaffen“, sagte der Extremsportler.

Zum besseren Verständnis: Der Ironman, inzwischen als eingetragenes Warenzeichen der World Triathlon Corporation (WTC) besonders geschützt, ist die längste Langstrecken-Distanz im Triathlon. Die Teilnehmer müssen hintereinander 3,86 Kilometer schwimmen, eine Radfahr-Etappe von 180,2 Kilometern bewältigen und einen Marathon (42,195 Kilometer) laufen. 1978 startete der erste Ironman auf Hawaii, der bis heute als Inbegriff dieses Wettbewerbs gilt und inzwischen als Weltmeisterschaft anerkannt ist.

Aber auch in anderen Regionen der Welt wird dieser besonders harte Triathlon angeboten, so auch in Glücksburg an der Ostsee. Hier läuft er unter dem Namen „Ostseeman“ und hat einen besonderen Stellenwert, weil er der einzige Langdistanz-Triathlon in Deutschland ist. Zur 13. Auflage in diesem Jahr hatten sich 1500 Athleten angemeldet, der Wettbewerb war damit restlos ausgebucht.

Uwe Schinz ging zusammen mit Dirk Hansen und Torsten Selck an den Start. „Wir sind 2010 durch die Wüste gelaufen und waren in Glücksburg mit einer Ausnahme als Team wieder zusammen.“ Es sei ein tolles Gefühl gewesen, mit den Freunden gemeinsam zu starten. Bereits um 7 Uhr morgens begann der Wettbewerb mit dem Schwimmen in der Ostsee. Während der Radfahr-Etappe waren in Glückburg 230 Höhenmeter zu überwinden. Und schließlich noch der Marathon durch die Stadt! „Während des Radrennens hat es drei Stunden lang geregnet. Auf der nassen Straße sind viele Teilnehmer gestürzt.“ Schinz aber blieb unverletzt und kämpfte wie alle vor allem mit dem Wetter. Erst der Regen, dann Sonnenschein mit hoher Luftfeuchtigkeit, es sind Wetterextreme wie diese, die dem Ironman zu Kultstaus verholfen haben.

Was die Sportler anspornte, also auch Schinz, war die Begeisterung der Zuschauer am Rand der Strecke. Sie sorgten für Nähe und eine willkommene Dusche im Vorbeilaufen und feuerten stundenlang an. „Die Stimmung war super“, sagte Uwe Schinz, und erinnert sich gern an die Gänsehaut, die Gesang und Sprechchöre bei den Aktiven auslösten. Nach 14 Stunden und sieben Minuten erreichte der Heistmer die Ziellinie, erschöpft, aber entspannt, wie er sagte. Damit blieb er fast zwei Stunden unter der vorgegebenen Zeit. Ebenso wie seine Freunde, die in einer anderen Altersklasse gestartet waren und nach 14:34 und 13:57 Stunden ins Ziel kamen.

„Das war mein erster Triathlon, und ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich dann gleich den ersten Platz belegen würde“, sagte Schinz. Was ihn aber vor allem beeindruckte, war das besondere Erlebnis. „Das hat mir so gut gefallen, dass ich gerne noch einmal mitmachen möchte.“ Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich dem Heistmer am 2. August 2015. Die Ausschreibung hat bereits begonnen.

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erstellt am 08.Aug.2014 | 18:14 Uhr

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