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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 17:51 Uhr

Auszeichnung : Urkunden für Lebensretter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Sie haben alles richtig gemacht: Sie haben nicht weggesehen, Sie sind aktiv geworden und Sie haben die 110 gewählt.“ Mit diesen lobenden Worten haben Frank Matthiesen von der für Pinneberg zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg und Pinnebergs Revierleiter Polizeihauptkommissar Matthias Wieske drei junge Lebensretter für ihren tatkräftigen Einsatz ausgezeichnet.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 18:24 Uhr

Der 19 Jahre alte Brian Telchert aus Pinneberg, die 28 Jahre alte Daniela Luth aus Uetersen und der 24 Jahre alte Sören Illbruck aus Hamburg haben einen potentiellen Selbstmörder davon abgehalten, sich von der Hans-Hermann-Kath-Brücke auf die darunter verlaufenden Bahngleise zu stürzen. „Er meinte es Ernst, er war entschlossen“, ist sich die Uetersenerin sicher.

„Sie sind beherzt eingesprungen. Dank Ihres Einsatzes konnte ein Menschenleben gerettet werden“, lobte Matthiesen. Im Beisein der damals beteiligten Beamten - Matthias Schattauer, Lasse Sarau, Kristin Scheel und Ina Salzbrunn - überreichte er den beiden anwesenden Rettern Urkunden und Original Polizei-Taschenlampen. Retter Illbruck war verhindert und bekommt die Auszeichnungen zugeschickt.

Die Lebensretter erinnern sich noch gut an die Nacht von Donnerstag auf Freitag, vom 26. auf den 27. März. Als erster erreichte Illbruck den Ort des dramatischen Geschehens. Er sah einen Mann auf dem Sicherheitsgeländer der Brücke herumklettern. Er hielt, erkannte, was er beabsichtigte und versuchte den 52-jährigen von seinem Vorhaben abzubringen. Telchert, der die Rangelei beim Vorbeifahren bemerkt hatte, hielt spontan, um zu Hilfe zu eilen. Weil der Lebensmüde sich so gebärdete, hatten die beiden Mühe ihn festzuhalten. Einen Anruf bei der Polizei musste der Abiturient abbrechen, weil er beide Hände brauchte, um zuzupacken. So kam die Hilfe von Daniela Luth zur rechten Zeit. Die Vertriebsmitarbeiterin, die Zeitungen verteilte, wählte den Notruf 110 bevor auch sie tatkräftig einschritt. Um 0.26 Uhr erreichte die Polizei der Notruf. Innerhalb kürzester Zeit waren die ersten Beamten da. Um den Mann zu bändigen mussten sie ihn auf dem Boden fixieren und an den Händen fesseln. Die Lebensretter wunderten sich, dass so viele Menschen vorbeifuhren, ohne einzuschreiten.

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