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Bürgermeisterwahl : „Unzutreffend und nicht fair“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bei der Neuendeicher CDU wundert man sich über Vorwürfe aus den Reihen der örtlichen Sozialdemokraten. Von Konfrontation hatte der Vorsitzende Gerd Mettjes während der Jahresversammlung gesprochen, die die Konservativen zum Thema Bürgermeister-Nachfolge geschaffen hätten. „Wir sind nicht die Auslöser dieser Auseinandersetzung“, erklärt der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Günther Laudan. Rückblende: Mit einem gemeinsamen Pressegespräch hatte der SPD-Vorsitzende sowie der erste stellvertretende Bürgermeister Reinhard Pliquet Ansprüche auf das Amt des Gemeindeoberhauptes erhoben („Reini ist der Richtige“). Laudan reagiert mit einem geharnischten Brief an Mettjes sowie einem CDU-Rundbrief an die Neuendeicher Bürger.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2012 | 21:09 Uhr

Rückblende: Mit einem gemeinsamen Pressegespräch hatte der SPD-Vorsitzende sowie der erste stellvertretende Bürgermeister Reinhard Pliquet Ansprüche auf das Amt des Gemeindeoberhauptes erhoben („Reini ist der Richtige“). Laudan reagiert mit einem geharnischten Brief an Mettjes sowie einem CDU-Rundbrief an die Neuendeicher Bürger. Während der Jahresversammlung bekräftigten die Roten ihren Anspruch und attackierten die Schwarzen.

Laudan weist nun den SPD-Vorwurf zurück, der Nachrücker für Bärbel Thiemann in die Gemeindevertretung, der voraussichtlich auch Bürgermeister werden soll, hätte keinerlei Erfahrung. Sie seien als bürgerliche Mitglieder in Ausschüssen tätig, würden sich kommunalpolitisch oder als Interessenvertreter engagieren, so Laudan. Jeder fange einmal als Neuling an. Bärbel Thiemann sei in die Gemeindevertretung und gleich zur Bürgermeisterin gewählt worden „und sie war sehr erfolgreich“, ergänzt der Vorsitzende. An die Adresse der Sozis sagt er: „Die auf der CDU-Liste eingetragenen Bürger haben es nicht verdient, auf diese Weise öffentlich abqualifiziert zu werden.“ Was die SPDler behaupteten, sei „unzutreffend und nicht fair.“

Falsch sei ferner, so Laudan, ein Nachrücker würde die Legitimation als Bürgermeister fehlen. Ein Blick in das Gemeinde- und Kreiswahlgesetz Schleswig-Holsteins (GKWG) mache deutlich, dass aus der Liste in die Gemeindevertretung nachrückende Listenvertreter keinen Beschränkungen in der Wahrnehmung ihres Mandats unterlägen. Nicht erkennbar ist für den Konservativen, was sich Mettjes von der von ihm in die Öffentlichkeit getragene Auseinandersetzung um die Bürgermeisterwahl verspricht. Das Stimmverhältnis, also die Mehrheit der Christdemokraten werde durch eine öffentliche Diskussion nicht verändert. Günther Laudan stellt klar: „Ich gehe davon aus, dass der CDU-Bewerber für das Bürgermeisteramt die Stimmen aller Mitglieder unserer Fraktion bekommt.“

In dieser Woche wollen sich die Christdemokraten treffen, um ihren Kandidaten zu benennen. Gewählt wird der neue Bürgermeister voraussichtlich während der nächsten Gemeindevertretersitzung am 13. Juni.

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