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Kohlekraftwerk : Unterstützung für Kraftwerks-BI

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zustimmung für das Vorgehen der „Bürgerinitiative gegen massive umweltbelastende Industriekonzentration in Stade“ und weitere Unterstützung sind die ersten Reaktionen von Politikern aus der Region auf den Ausstieg aus dem „Kraftwerksforum Stadersand“ (die UeNa berichteten). „Nachvollziehbar“ ist für die Hetlinger Bürgermeisterin Barbara Ostmeier der Ausstieg, nachdem im Namen des E.on-Vorstandsvorsitzenden Dr. Johannes Teyssen der BI in einer als rustikal und schroff empfundenen Weise die Grenzen aufgezeigt wurden. Ausdrücklich nicht eine Aufgabe des Kraftwerksforums sei es, Alternativen für ein Kohlekraftwerk zu suchen.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2012 | 20:59 Uhr

„Wir stehen weiterhin hinter der BI“, erklärt der Haselauer Bürgermeister Rolf Herrmann, der den Sprecher der Initiative attestiert, „hervorragende Arbeit“ geleistet zu haben. Verschiedene Vorschläge werden jetzt diskutiert. BI-Sprecher Siegfried Zell möchten den Diskussionsfaden mit der E.on nicht ganz abreißen lassen. Die Hetlinger Bürgermeisterin will jetzt ihre Kollegen aktivieren. Mit einem Brief könnte abgeklärt werden, ob es nicht vielleicht doch noch die Möglichkeit zum Dialog gibt und gleichzeitig den Planer des Kohlekraftwerkes klar gemacht werden, dass man die Gruppe weiterhin unterstützt. BI-Sprecher Niels-Peter Rühl möchte das Gespräch mit dem neuen niedersächsischen Umweltminister Stefan Birkner suchen. Mit dessen Vorgänger Hans-Heinrich Sander (beide FDP) hatten die Marschmer eher skurrile Erfahrungen gemacht. Bei einem Besuch in Hannover zeigte der Liberale viel Verständnis für die Sicht der Kraftwerksgegner. Dies wurde sogar in einer abgestimmten Pressemitteilung dokumentiert. Die konkrete Umweltpolitik von Sander sah dann allerdings ganz anders aus.

„Wir sind etwas verwundert über die E.on“, erklärt Silke Hemke vom „Bündnis Stade zukunftsfähig!“, (Motto: Die Chancen der Energiewende nutzen). Dies ist ein Zusammenschluss verschiedener BI’s und Umweltschutzverbände aus dem Bereich Stade und Altes Land. Das Energieversorgungsunternehmer habe seine Planungen lange ruhig angehen lassen, doch „plötzlich wird Druck gemacht“, berichtet Silke Hemke. Zudem treibt die Stadt Stade die Bebauungspläne sowohl für das Kohlekraftwerk der E.on als auch das von Dow Deutschland voran, berichtet sie. Voraussichtlich im Frühjahr werden sie vom Rat der Stadt verabschiedet. Im Sommer oder Herbst könnte es dann das Anhörungsverfahren geben.

Silke Hemke erwartet, dass die politischen Auseinandersetzungen um die Kohlekraftwerke an der Elbe auch in der Öffentlichkeit zunehmen werden, denn am 20. Januar 2013 wählen die Niedersachsen einen neuen Landtag. Für sie steht fest: „Hier wird der Strom nicht gebraucht, sondern in den Süden verkauft.“

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