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Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 01:38 Uhr

Unterstützung für die Grundschule

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit der Einstellung einer Hilfskraft wollen die Hetlinger Gemeindevertreter auf die schwierige Situation an ihrer Grundschule reagieren. Dies wurde einstimmig während der jüngsten Sitzung in der Gaststätte „Op de Deel“ beschlossen. Damit reagieren die Politiker auf Aussagen von Schulrat Dirk Janssen während der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses (die UeNa berichteten). Er beschrieb die Situation unter anderem als „nicht verantwortbar“. Die beiden Hetlinger „Familienklassen“ werden von zwei Lehrerinnen unterrichtet. In den frühen sowie späten Unterrichtsstunden muss sich jedoch eine Pädagogin um alle 39 Kinder kümmern.

Die Freie Wahlgemeinschaft (FW) reagiert darauf mit einem Antrag, den Margit Tolle vortrug und in dem eine pädagogische Hilfskraft für die Grundschule Haseldorfer Marsch gefordert wird. Die könnte bei Krankheit oder anderen Umständen in Hetlingen und Haseldorf eingesetzt werden, um Fehlstunden zu vermeiden.

Grundsätzliche Zustimmung signalisierten die Christdemokraten. Sonja Wehner regte an, die neue Kraft nicht auf den pädagogischen Bereich zu beschränken. Auch bei den Verwaltungsarbeiten könnten die Lehrerinnen Entlastung gebrauchen. Und CDU-Fraktionsvorsitzender Alexandré Thomßen hielt es für sinnvoll, Schulleiter Joachim Kähler an den Beratungen zu beteiligen. So könnte geklärt werden, wo Bedarf besteht. Beide Anregungen fanden die Zustimmung der FW und wurden in den Antrag aufgenommen. Diskussionen gab es darüber, ob die Hilfskraft nur für Hetlingen zuständig ist. Das könnte von der Gemeindevertretung beschlossen werden. Die FW setzte jedoch auf Unterstützung für die Grundschule Haseldorfer Marsch, die dann in der Mutterschule Haseldorf und der Tochtereinrichtung Hetlingen einsetzbar wäre, worüber abschließend allerdings der Amtsausschuss befinden müsste.

„Wenn eine Lehrerin bei uns krank wird, kommt eine aus dem Nachbardorf zu uns“, erklärte FW-Fraktionsvorsitzender Michael Rahn. „Das reißt aber eine Lücke in Haseldorf, die mit der Hilfskraft geschlossen werden könnte.“

Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) unterbrach die Sitzung für Beratungen der Fraktionen. Nach der Wiedereröffnung erklärte sie, dass man sich aufgrund „neuer Informationen“ darauf geeinigt hat, eine Hilfe nur für den Standort Hetlingen zu beschließen. Renate Springer-König betonte für die FW-Fraktion, dass sie nach wie vor Unterstützung für die Grundschule Haseldorfer Marsch, also für beide Standorte für besser hält. Nach UeNa-Informationen soll Druck aus Haseldorf auf die Hetlinger ausgeübt worden sein, um den ursprünglichen Antrag zu ändern.

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erstellt am 10.Okt.2014 | 21:09 Uhr

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