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Mit Video : Unterstützer dringend gesucht

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Gärtner des drei Hektar großen Neuen Friedhofs in Uetersen sind überlastet.

Uetersen | Nicht nur Angehörige suchen den Neuen Friedhof an der Hochfeldstraße regelmäßig auf. Auch Liebhaber gepflegter Parkanlagen erfreuen sich am Arten- und Blütenreichtum des rund zehn Hektar großen Geländes im Norden der Rosenstadt. Doch nicht überall blühen derzeit die Rhododendren, grünen die Bäume und Büsche, leuchten die Blumen in vielerlei Farben: Auch das Unkraut tobt sich aus auf dem Friedhof. Gras wächst in den Gräbern, ungepflegte Bereiche auf und an den Nebenwegen springen dem Besucher ins Auge. Klar, dass Friedhofsverwalter Helmut Keßler insbesondere diese Botschaften erreichen. Keßler aber muss die Kosten im Blick behalten. Daher war er hoch erfreut, als im vergangenen Jahr der Seniorenbeirat auf ihn zukam und die Friedhofsfreunde ins Gespräch brachte.

Eine noch zu gründende Gruppe, die sich ehrenamtlich auf dem Friedhof engagiert und so die Arbeit der Gärtner unterstützt, die, was die zu leistenden Pflegemaßnahmen betrifft, an ihre Grenzen geraten. Warum ist das so? Seit einigen Jahren schon gerät der Friedhof unter großen Druck, weil sich die Bestattungskultur gewandelt hat. Innerhalb von 25 Jahren hat sich der Anteil der Urnenbestattungen in Uetersen von knapp 30 Prozent auf 70 Prozent aller Bestattungen erhöht. Dieses, erklärt Erhard Vogt vom Friedhofsverband Uetersen-Tornesch, sei nicht ohne Konsequenzen für den Friedhof, dessen Einnahmen jedoch ausreichen müssten für die Ausgaben − auch für das Personal. Inzwischen, so Vogt, seien aufgrund der Vielzahl an Urnenbestattungen, für die weit weniger Platz als für eine Sargbestattung benötigt werde, bereits ein Drittel des Friedhofes (drei Hektar) als Parkanlage zu pflegen. Gelder gebe es dafür aber nicht.

Vogt und Renate Paelchen, ebenfalls Mitglied im Friedhofsverband, begrüßen die Initiative des Seniorenbeirats deshalb sehr und freuen sich, wenn die Zahl derer, die sich bereits Friedhofsfreunde nennen, jetzt wächst.


Lust und Zeit ist erforderlich

Traute Zocholl vom Seniorenbeirat ist Kontaktperson für alle, die genug Erfahrung in der Gartenarbeit mitbringen, um mit Ideen und Anregungen sowie Lust und Zeit frisch ans Werk gehen, um „unseren Fredhof zu verschönern“. Zocholl ist per E-Mail unter der Adresse traute.zocholl@ web.de erreichbar, die Friedhofsverwaltung unter Telefon (0.41.22) 24.14.

 

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erstellt am 18.Mai.2017 | 12:00 Uhr

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