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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 12:02 Uhr

Trinkwassernetz : Unterschiedliche Ansichten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Amtsverwaltung hatte zur jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter eine Vorgehensweise vorgeschlagen, wie die formelle Vorbereitung des Verkaufs des gemeindlichen Trinkwassernetzes erfolgen sollte. Denn in der Dezember-Sitzung 2014 hatte die Gemeindevertretung im Zusammenhang mit dem Austausch der Wasseruhren in Verantwortung der Stadtwerke Tornesch auch über einen möglichen Verkauf der Trinkwasserversorgung der Gemeinde gesprochen.

Die Sozialdemokraten machten nun allerdings deutlich, dass sich der im Dezember 2014 gefasste Beschluss zur Unterhaltung und dem Betrieb des Heidgrabener Trinkwassernetzes nur auf den Austausch der Wasseruhren bezogen habe. Die Christdemokraten sahen dies anderes und ihr Gemeindevertreter und Vorsitzender des Finanzausschusses Egbert Hagen hatte bereits in einer Gemeindevertretersitzung im Laufe des Jahres Bürgermeister Udo Tesch nach dem Stand von Verhandlungen etwa mit den Stadtwerken Tornesch gefragt.

Auch Amtsleiter Rainer Jürgensen betonte in der jüngsten Sitzung der Heidgrabener Gemeindevertreter, dass die Amtsverwaltung den Beschluss so verstanden haben, dass Heidgraben vor dem Hintergrund der wirtschaftlicheren Versorgung der Bürger mit Trinkwasser und dem Erreichen einer höheren Betriebssicherheit, das Netz an einen größeren Versorger veräußern wolle. Zudem war im Frühjahr 2015 im Auftrag der Gemeinde vom Ingenieur-Büro Dänekamp und Partner ein Trinkwasser-Netzplan erstellt worden und der Bauhof hat eine Überprüfung der Leitungsführung vorgenommen.

Auch die Aufnahme von Investitionen für den Bau von Trinkwasserleitungen ist bereits im Zuge der Vorbereitung auf die doppische Haushaltsführung von der Amtsverwaltung erledigt worden. Die Daten müssten jedoch noch einmal überprüft werden. Als ein weiterer Schritt zum Verkauf müsste mit externer Hilfe eine Eröffnungsbilanz erstellt werden, danach könne ein nach dem Kommunalrecht erforderliches Bieterverfahren anlaufen.

Doch die Gemeindevertreter fassten keinen Beschluss, dass die Amtsverwaltung den Verkauf realisieren soll. Sie zogen das Thema noch einmal wegen der Meinungsverschiedenheit, ob überhaupt ein Verkauf des Heidgrabener Trinkwassernetzes erfolgen soll, zur Beratung in die Fraktionen zurück.

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erstellt am 07.Aug.2015 | 18:02 Uhr

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