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Aktuell 61 Asylsuchende : Unterbringung und Integration

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Stadt werden aktuell 61 Asylsuchende (37 Erwachsene und 24 Kinder und Jugendliche) betreut. Sie stammen vorwiegend aus Syrien, dem Iran und aus Afghanistan.

Wie Sabine Kählert, Leiterin des Amtes für Soziale Dienste, betont, werden die Asylbewerber am Ankunftstag im Rathaus empfangen. Es erfolge die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt und die Aushändigung der Wohnungs- beziehungsweise Zimmerschlüssel. „Die Asylbewerber erhalten zudem allgemeine Informationen und wenn möglich, erfolgt noch am Abend des ersten Tages ein Hausbesuch, um Fragen zu klären“, macht Sabine Kählert deutlich, wie sich die Stadt um die ihr durch die Ausländerbehörde des Kreises zugewiesenen Flüchtlinge kümmert. Die Stadt erfährt erst zehn Tage vor dem Ankunftstermin, wie viele Personen sie aufzunehmen hat. Verwaltungsmitarbeiter Sven Reinhold fungiert als Kontaktperson für Alltagsprobleme. Als Dolmetscher steht Mahdi Habibpur sowohl den Mitarbeitern im Sozialamt als auch den Vermietern der von der Stadt für die Flüchtlinge angemieteten Wohnungen zur Seite. Denn die Mehrheit der Asylsuchenden spricht weder Deutsch noch Englisch.

Die Stadt hatte in Zusammenarbeit mit der VHS im Frühsommer einen Deutschkurs angeboten. Im aktuellen Herbstsemester finden weitere Deutschkurse in verschiedenen Sprachniveaustufen statt. Die Teilnehmer zahlen einen reduzierten Betrag von 70,40 Euro für zwölf Veranstaltungstage à zwei Stunden. Um den Asylbewerbern die Integration zu erleichtern, wurde das Projekt „Interkulturelles Sprachencafé“ mit Sprachpatenschaften auf ehrenamtlicher Basis im Stadtteilbüro an der Pommernstraße 99 ins Leben gerufen. „Trotz eines hohen Bildungsstandards und teilweise sehr guter Ausbildung erhalten die Flüchtlinge während des Asylverfahrens keine Arbeitserlaubnis. Ihnen wird somit die Möglichkeit verwehrt, sich schneller zu integrieren“, macht Sabine Kählert die Problematik deutlich. Untergebracht sind die Asylbewerber in sechs Wohnungen der Baugenossenschaft Adlershorst, drei Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft Semmelhaack sowie vier Wohnungen von privaten Vermietern. Angemietet hat den Wohnraum jeweils die Stadt.

Sabine Kählert dankt den beiden Wohnungsunternehmen und den privaten Vermietern für die gute Zusammenarbeit. Da davon ausgegangen wird, dass auch in der nächsten Zeit in Tornesch Asylberwerber ankommen werden, ist die Stadt an Wohnraum, der zu angemessenen Preisen für die Unterbringung von Asylbewerbern angemietet werden kann, interessiert. Verwaltungsmitarbeiter Sven Reinhold ist für Fragen und Angebote unter 04122/9572-126 zu erreichen.

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erstellt am 30.Sep.2014 | 21:37 Uhr

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