zur Navigation springen

Gestaltungssatzung : Unsere FuZo soll schöner werden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Inzwischen sind seit der Einweihung der Fußgängerzone mehr als 30 Jahre ins Land gegangen. Die „alte Dame“ vertrage zum einen ein Facelifting, zum anderen sollte man sich grundsätzlich Gedanken über das zukünftige Aussehen machen, befanden Uetersens Politiker und gaben eine Gestaltungssatzung in Auftrag.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2012 | 20:52 Uhr

Der Entwurf liegt inzwischen nicht nur vor, sondern ist kürzlich auch interessierten Bürgern vorgestellt worden. Im Rahmen der „Frühzeitigen Information“ gemäß der Vorschriften des Baugesetzbuches. Wer die Veranstaltung im Ratssaal des Rathauses nicht besuchen konnte, der hat noch bis zum 8. März Gelegenheit, sich im Rathaus, Büro der Stadtplanung, mit dem Entwurf vertraut zu machen. Danach wird er erneut von den Mandatsträgern beraten und anschließend, gegebenenfalls mit den Änderungsvorschlägen der Bürger, als Satzung beschlossen.

Stadtplaner Henning Trepkau, der den Abend moderierte, konnte rund 30 Bürger, zumeist Kaufleute und Anwohner der Innenstadt, begrüßen. Er erläuterte den Anwesenden zunächst den Geltungsbereich von Röpckes Mühle bis zur Denkmalstraße in Nord-Süd- und vom Großen Sand bis zur Wassermühlenstraße (Teile) in Ost-West-Richtung. Der Entwurf umfasst Rettungswege, private Grundstücksflächen, die „Außenmöblierung“ und Fahrradparkplätze.

Wie sollen Außenfassaden von Gebäuden, Schaufenster, Fenster, Türen, Vordächer und Markisen und Werbeanlagen in Zukunft gestaltet werden? Wie ist die Warenpräsentation und die „Möblierung“ der Fußgängerzone zu regeln? Inwieweit ist die Außengastronomie zulässig? Fragen über Fragen, die mit einer Satzung beantwortet werden müssen. Planerisches Ziel der Gestaltungssatzung solle, so Henning Trepkau, „die Qualitätsverbesserung des Innenstadtumfelds“ sein. „Wildwuchs“ soll verhindert, einheitliche Regelungen geschaffen werden. Immer vor dem Hintergrund der einzuhaltenden Rettungswege, so der Stadtplaner. Die seien schon heute zum Teil „verbaut“.

Die Satzung soll für jede Maßnahme mit Auswirkungen auf den öffentlichen Raum gelten. Das, so Trepkau, seien Neubaumaßnahmen, An- oder Umbauten an den Straßenfronten von Gebäuden, Fassadengestaltungen, Werbeanlagen und Nutzungen des öffentlichen Raumes. Der Stadtplaner sagte, dass bauliche Anlagen, wie Pavillons, Sicht- und Windschutzwände, Überdachungen, Pflanzkübel und auch Fahrradständer nur in Ausnahmefällen zugelassen werden sollen.

Ein bisschen viel Dirigismus sei das, wurde kritisiert. Und man sollte sich nicht zu sehr binden. Jede Vorschrift verlange im Einzelfall zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Ein Thema soll derzeit auch nach Auffassung der Politiker erst einmal nicht weiter verfolgt werden: die Abschaffung privater Fahrradständer in der Fuzo. Zunächst solle klar sein, wo die geplanten zentralen Stellplätze errichtet werden. Insgesamt wurde der Entwurf gelobt. Die Politiker ermunterten die Bürger, sich weiter in die Gestaltungsarbeit einzubringen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert