Müll gesammelt in Wald und Flur : Unmenge an Hundekotbeuteln im Tornescher Randgebiet gefunden

Mitglieder zahlreicher Vereine, Verbände, Einrichtungen und auch Privatpersonen nahmen in Tornesch an der Aktion „Saubere Landschaft“ teil.
Mitglieder zahlreicher Vereine, Verbände, Einrichtungen und auch Privatpersonen nahmen in Tornesch an der Aktion „Saubere Landschaft“ teil.

Aktion „Saubere Landschaft“. In Tornesch waren dem Aufruf der Stadt etwa 90 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Vereinen, Parteien, Verbänden und als Privatpersonen gefolgt.

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27. März 2017, 15:30 Uhr

Tornesch/Heidgraben | Einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisteten am Sonnabend zahlreiche Ehrenamtliche in Tornesch und Heidgraben. Sie sammelten in Wald und Flur auf, was andere dort achtlos hingeworfen hatten. Das Fazit der Aktion „Saubere Landschaft“ in beiden Kommunen: die Umwelt ist sauberer geworden, der Frühjahrsputz aber nach wie vor wichtig und sinnvoll.

In Tornesch waren dem Aufruf der Stadt etwa 90 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Vereinen, Parteien, Verbänden und als Privatpersonen gefolgt. Besonders zahlreich vertreten waren die beiden Reitställe Johannsen und Sternberg, die Vereine TuS Esingen, Haus & Grund, die Siedlergemeinschaft und die Sportangler. Auch Mitglieder der Glaubensgemeinschaft Zeugen Jehovas und der Bürgerinitiative „Tornesch – starke Schiene im Kreis Pinneberg“, der Vorsitzende des Umweltausschusses Ingo Früchtenicht (SPD) und Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz von der Stabstelle Umweltschutz und Wirtschaftskoordination gehörten zu den Gruppen, die in den Randgebieten der Stadt in den Gräben und zwischen Hecken Papier, jede Menge Flachmänner und Fastfood-Verpackungen, Joghurtbecher und vor allem unzählige gefüllte Hundekotbeutel aufsammelten. Der Umweltausschuss werde sich mit dem Hundekotbeutel-Thema zu befassen haben, merkte Rainer Lutz an. Auch Autoreifen und ein Feuerlöscher, zwei Autokindersitze, ein defektes Fahrrad, Radkappen und eine Metalltür wurden auf den Anhängern des Bauhofes verstaut und werden nun von der Stadt entsorgt.

Fritz-Reuter-Schulhof war das Zentrum

Die meisten der Aktionsteilnehmer kamen nach dem dreistündigen Müllsammeln bei bestem Frühlingswetter auf dem Schulhof der Fritz-Reuter-Schule zusammen. Dort wurden Getränke und Erbsensuppe als Stärkung gereicht. Die Bäckerei Pein hatte Kuchen gespendet. Umweltausschussvorsitzender Ingo Früchtenicht und Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz dankten allen Teilnehmern für den Einsatz. Ganz besonders würdigten sie die Teilnahme des Ehrenvorsitzenden der Siedlergemeinschaft Paul Kersten. Für den 91-Jährigen war es auch diesmal wieder eine Selbstverständlichkeit, beim Aufräumen der Natur mitzuhelfen.

Auch in Heidgraben kamen die mehr als 50 Teilnehmer des Außenbereich-Dorfputzes nach dem dreistündigen Sammeln von Dingen, die nicht in die Natur gehören, zu einem gemeinsamen Imbiss im Gemeindezentrum zusammen. Und da auf dem benachbarten Kindergartengelände Erzieherinnen, Eltern und Kinder einen Verschönerungseinsatz leisteten, waren auch sie beim Essen willkommen. Die in der Schankwirtschaft Arndt gekochte Erbsensuppe war von Nils Karp, einem selbstständigen Handwerker in der Gemeinde, gesponsert worden. Bürgermeister Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD) dankte allen Beteiligten für das fleißige Müllsammeln. „Wir haben weniger Müll in der Natur vorgefunden als in den Vorjahren und werden im nächsten Jahr nur einen Container ordern“, so der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung. Zu den Funden der Müllsammler im Alter von acht bis 80 Jahren, darunter auch in Heidgraben lebende Flüchtlinge, gehörten neben Papier, Plastikteilen, Flachmännern und Wodkaflaschen, die kurioserweise nur in einer Straße entdeckt wurden, ein kaputter Fernsehapparat, Autoreifen und ein abgebrochenes Verkehrsschild.

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