Fußball : Union will sofort zurück in die Bezirksliga

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Ein Punkt! Nur ein magerer Punkt, den sie beispielsweise bei den Last-Minute-Niederlagen beim Kummerfelder SV, gegen den TSV Sparrieshoop und bei TBS Pinneberg locker hätten holen können, fehlte den 1. Herren des FC Union Tornesch im Mai 2012 zum Klassenerhalt in der Bezirksliga West. Dass die Tornescher trotz 16 Punkten, die sie aus ihren zwölf Partien nach der Winterpause holten, absteigen mussten, lag auch daran, dass ihr Haupt-Konkurrent SV West-Eimsbüttel am 6. Mai im Rahmen des vorletzten Spieltages den Vizemeister TBS Pinneberg mit 2:0 schlug. Spätestens, als TBS nur eine Woche später den Rang-Dritten Sparrieshoop mit 8:0 (!) abfertigte, bekam die TBS-Pleite in Eimsbüttel einen faden Beigeschmack ...

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15. Juli 2012, 18:49 Uhr

„Dieser Abstieg wirft uns um ein Jahr zurück“, so FCU-Coach Mirco Seitz, der in diesem Sommer das Traineramt von Andreas Popko übernahm. An Popko hatten die Union-Verantwortlichen im vergangenen Herbst trotz einer Niederlagen-Serie (sportlich nur neun Punkte aus 18 Partien) festgehalten. Popko wiederum hatte, trotz wiederholter Disziplinlosigkeiten und Widerworte, Atalay Karul nicht suspendiert. Nun verließ neben Popko aber auch das „Union-Urgestein“ Karul die Tornescher. Dass es im Gegenzug bisher nur drei Neuzugänge gibt, liegt auch am Abstieg: „Ich hatte die festen Zusagen von fünf weiteren hochkarätigen Spielern – aber eben leider nur für die Bezirksliga“, so Seitz, der vermutete: „Wenn der Klassenerhalt noch gelungen wäre, hätten wir, verstärkt mit diesen Spielern, in der kommenden Bezirksliga-Saison das obere Tabellendrittel anpeilen können!“ Doch der Konjunktiv zählt im Sport noch weniger als in anderen Bereichen des Lebens – und so stehen die Tornescher, nach zuletzt sechs Bezirksliga-Jahren in Folge, vor einer Saison in der Kreisliga 7. „Es ist ganz klar der sofortige Wiederaufstieg unser Ziel“, so Seitz, der allerdings kurzfristig noch den Verlust von Innenverteidiger Raphael Friederich zum Nachbarn TSV Uetersen (Landesliga) verkraften musste. „Eigentlich hatte Friederich bei uns schon zugesagt“, ärgerte sich Seitz über den Abgang des 19-Jährigen. Umso wichtiger ist es, dass mit Björn Petersen (vom Bezirksligisten SV Rugenbergen II) ein Mittelfeldmann, der über höherklassige Erfahrung verfügt, verpflichtet werden konnte. Gespannt sein darf man, ob Offensivmann Daouda Amadu, der sich vor Jahresfrist auch aufgrund vom Verletzungen beim TSV Uetersen nicht durchsetzen konnte, eine Verstärkung für den FC Union sein wird.

Die härtesten Titel-Rivalen sieht Seitz in Blau-Weiß 96 Schenefeld II und Grün-Weiß Eimsbüttel. „Wir wollen aber schnellstens zurück in die Bezirksliga“, so Seitz, der im Hinterkopf sogar schon höhere Ziele hat: „Mit unserer neuen Sportanlage wollen wir dann langfristig den Sprung in die Landesliga schaffen!“

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