Schafweide : Ungelöste Verkehrsprobleme

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Zwar hat die Gemeindevertretung die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Auslegung der Bebauungspläne für die „Schafweide“ während der jüngsten Sitzung beschlossen. Mehrere Verkehrsprobleme rund um das größte Moorreger Bauprojekt seit den Sechzigern sind allerdings noch ungelöst, wurde während des vorherigen Treffens des Bau- und Umweltausschusses klar.

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19. Oktober 2012, 19:16 Uhr

„Die Schulwegsicherung für die Grundschüler weist eklatante Mängel auf“, kritisierte Jörg Schneider (Bündnis 90/Die Grünen). Denn der direkte Weg zwischen den geplanten Einfamilienhäusern auf der Schafweide und der Grundschule an der Klinkerstraße verläuft über den Parkplatz des Rewe-Supermarktes. Keine Lösung gibt es bis jetzt für die Frage, wie die ABC-Schützen sicher den Weg zwischen den parkenden und fahrenden Autos finden sollen. „Es gibt dazu Gespräche zwischen der Gemeinde und dem Investor“, erklärte Birgit Möller von Möller-Plan lapidar, die die Pläne vorstellte.

Ein vom Schafweide-Investor EVM aus Elmshorn in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten fließt in die Planung ein. Die Dürftigkeit dieses Papiers wurde von mehreren Oppositionspolitikern moniert. Mahnke warf die Frage auf, warum der Gutachter Verkehrszahlen von 2005 zur Grundlage gemacht hat, obwohl es aktuellere Zahlen aus 2010 gibt.

Klar ist, dass es eine Linksabbiegerspur von der B431 zum Supermarkt geben soll. Unklar ist der Verlauf der Trasse. EVM-Geschäftsführer Christian Mahler erklärte, dass Flächen der Tankstelle und des daneben liegenden Gewerbebetriebes in Anspruch genommen werden sollen.

Im Übrigen habe sein Unternehmen genügend Erfahrung im Umgang mit ähnlich großen Projekten, um dieses Problem lösen zu können. Dies wiederholte Mahler mehrfach auf kritische Nachfragen von Gemeindevertretern.

Ob es auf Höhe der Tankstelle eine Bedarfsampel gibt oder wie der Fuß- und Radweg auf der östlichen Seite der Wedeler Chaussee sicher gestaltet wird, muss noch geklärt werden. Birgit Möller verwies in diesen Fragen wie auch bei der Linksabbiegerspur auf die Planungshoheit des Straßenbauamtes in Itzehoe. Von dort gibt es noch keine Papiere. Damit gab sich Mahnke nicht zufrieden. Er könne sich in seiner 40-jährigen Tätigkeit als Kommunalpolitiker an kein Bebauungsgebiet erinnern, bei dem ohne sichere Erschließung begonnen wurde.

Bei dem Lidl-Supermarkt habe die Gemeinde ebenfalls die Abbiegespur nicht in den Bebauungsplan aufgenommen, legt der Sozialdemokrat im Gespräch mit den UeNa nach. Damals habe das Straßenbauamt den Politikern vorgeworfen, sie vernachlässigten die „planerische Konfliktbewältigung.“

In der Sache mochten sich die Christdemokraten nicht zu der Kritik aus den Reihe der Oppositionsparteien äußern. Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg sagte nur: „Ihre Einschätzung ist nicht neu.“

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