Jahrestreffen : Und alles nur durch Spenden

Er liest sich wie der Bericht einer der großen Hilfsorganisationen, nur, dass es sich bei den Bedürftigen nicht um Menschen, sondern um Tiere handelt, die ausgesetzt wurden, schlecht behandelt, gequält oder sonstwie unter übler Behandlung zu leiden hatten: Der Jahresbericht des Tierschutzvereins Elmshorn. Vergangene Woche fand die Jahreshauptversammlung des Vereins statt, auf der die beeindruckenden Zahlen veröffentlicht wurden. Danach benötigten 1210 Tiere kurz- oder langfristig Unterkunft im Tierheim in der Justus-von-Liebig-Straße 1 im Norden Elmshorns. Von den rund 230 Hunden waren die meisten allerdings nur ausgebüxt und konnten von ihren Haltern wieder abgeholt werden. Daneben fanden den Weg ins Tierheim fast 750 Katzen und über 230 Kleintiere.

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24. Juni 2014, 21:28 Uhr

Die Vorsitzende des Vereins, Brigitte Maeder, ging in ihrem Bericht vor allem auf das Problem der stets steigenden Zahl an Sicherstellungen in Fällen, in denen die Halter versterben oder zu krank sind, um ihr Haustier weiter zu versorgen. Ebenfalls immer häufig: Fälle von sogenanntem „animal hoarding“, bei denen Halter über die Maßen viele Tiere halten, die sie dann nicht mehr angemessen versorgen können. Außerdem landen viele alte und kranke Tiere im Heim; für Maeder ein Zeichen dafür, dass viele Menschen sich die notwendige medizinische Behandlung nicht mehr leisten können. Networking mit vielen anderen Tierschutzorganisationen, Fangaktionen wildlebender Katzen, Kinder- und Jugendarbeit, Bearbeitung von Tierschutzanzeigen, Tierheimjournal, Infostände und Urlaubsaktionen waren weitere Themen der Versammlung. Größtes Projekt des letzten Jahres allerdings war der Neubau des Hundehauses (die UeNa berichteten), der nur mit der Hilfe von Stiftungen und fast 300 Tierfreunden aus dem Kreis Pinneberg realisiert werden konnte. Mittlerweile ist das Haus voll in Betrieb und erfüllt alle Erwartungen.

Wiedergewählt für das nächste Jahr wurden die beiden Vorsitzenden Brigitte Mae-der und Regina Hölken sowie die Kassenprüferin Genevieve Kröchel.

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