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Neues Blockheizkraftwerk : Umweltschonende Energieversorgung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als vor 20 Jahren das Wohngebiet Thujapark, dessen Straßen als Zeichen der Freude über die deutsche Wiedervereinigung Namen von Orten aus Mecklenburg-Vorpommern erhielten, wurde für die Wärmeversorgung der Häuser im Thujapark ein Heizwerk an der Rostocker Straße errichtet. Auch die später entstandene Bebauung im Wohngebiet Strucksche Koppel wurde an diese zentrale Wärmeversorgung angeschlossen. Bereits in den Kaufverträgen für die Grundstücke und Gebäude war diese VorOrt-Versorgung über die Stadtwerke vereinbart worden.

Nun haben die Stadtwerke Tornesch 1 Million Euro für die Erweiterung der Strom- und Wärmeversorgung, an die auch die entstehende Mehrfamilienhausbebauung und die Seniorenanlage im künftigen Wohngebiet „Tornesch am See“ angeschlossen werden soll, investiert.

In diesen Tagen wurde ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. „Ein Blockheizkraftwerk ist ein wichtiger Baustein in der Energiewende. Die dezentralen Einheiten erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Das macht sie besonders effizient und schont die Umwelt. Denn der eingesetzte Rohstoff wird doppelt genutzt“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Neubauer. Und da in Tornesch als Rohstoff Bioerdgas zum Einsatz kommt, erfolgt die Energiegewinnung darüber hinaus CO2-neutral. Das Tornescher BHKW erzeugt mit einer elektrischen Leistung von rund 630 Kilowatt jährlich etwa fünf Millionen Kilowattstunden Strom. Das sei ausreichend Energie für etwa 1600 Haushalte, betont Holger Neubauer. Auch die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme wird in das bestehende Netz eingespeist und zur Wärmeversorgung der angeschlossenen Haushalte genutzt. Die thermische Leistung liegt bei etwa 770 Kilowatt jährlich. Für den Umbau im alten Heizwerk und den Einbau der neuen Module im Blockheizkraftwerk war im Auftrag der Tornescher Stadtwerke die E.ON Hanse Wärme GmbH zuständig. Sie sichert auch die Betriebsführung.

Auch die optische Gestaltung des BHKW ist gelungen. Die Wand Richtung Freizeitgelände Rostocker Straße wurde in Anlehnung an die Straßennamen im Thujapark mit einem Graffiti-Bild gestaltet. „Unsere Reminiszenz an Städte in Mecklenburg-Vorpommern“, so Stadtwerkechef Bürgermeister Roland Krügel.

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erstellt am 23.Okt.2013 | 21:10 Uhr

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