Umweltpreis für die Bürgerinitiative

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Die Politiker des Umweltausschusses haben in ihrer jüngsten Sitzung den Mitgliedern der Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ für die in den vergangenen Monaten geleistete Arbeit rund um eine bessere Anbindung des Tornescher Bahnhofs Anerkennung ausgesprochen.

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09. Juli 2015, 21:28 Uhr

Einige Mitglieder der Bürgerinitiative waren zur Sitzung gekommen. Denn die Politiker hatten das Thema Zughalte und das Ergebnis des zweiten Arbeitsgesprächs mit Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer sowie Vertretern der Bahn am 15. Juni im Heimathaus auf die Tagesordnung gesetzt.

Politik und Verwaltung bezeichneten die von Minister Meyer angekündigten möglichen Zughalte in Tornesch zum und vom Hamburger Hauptbahnhof (Abfahrt am Morgen um 7.19 Uhr, Ankunft am Nachmittag 17.18 Uhr) und die fünf Zugpaare frühmorgens und nachmittags zum und vom Bahnhof Altona als „schönes Zwischenergebnis“. Diese Zugverbindungen werden vom Land finanziert und könnten von der Nordbahn mit dem Fahrplanwechsel im Dezember umgesetzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die DB als Netzinhaberin die technische Machbarkeit bestätigt und keine Parallelanmeldungen für das Schienennetz vorliegen. Eine Entscheidung wird im August erwartet. RE-Halte wird es nicht geben, und vor dem Hintergrund des Engpasses auf der Verbindungsbahn (nur zwei Gleise für den Fernverkehr und zwei Gleise für die S-Bahn) auch keine weiteren Züge zum Hauptbahnhof. Mit den angekündigten Möglichkeiten einer besseren Anbindung des Tornescher Bahnhofs ist jedoch das Ziel der Bürgerinitiative und auch das Ziel der Tornescher Politik und Verwaltung noch nicht erreicht. Die Umweltpolitiker bedankten sich in ihrer Sitzung bei allen Beteiligten vor Ort und auf Landesebene für das bisher erreichte Zwischenergebnis, forderten Bürgermeister Roland Krügel jedoch gleichzeitig auf, sich wie bisher für weitere Verbesserungen im Bahnverkehr mit dem Ziel 2+2 (zwei Züge nach Altona und zwei Züge zum Hamburger Hauptbahnhof pro Stunde) einzusetzen.

Auch die Bürgerinitiative um Gisela Hüllmann sieht ihr Wirken nicht als beendet an. „Wir bleiben weiter am Ball“, kündigten die Mitglieder an und überreichten in der Ausschuss-Sitzung an Politik und Verwaltung ein Schreiben, das sie bereits an Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer auf den Weg gebracht haben. Sie danken darin für das konstruktive Gespräch am 15. Juni im Tornescher Heimathaus und appellieren an den Minister, sich für einen Ausbau des Streckennetzes zwischen Hamburg und Kiel einzusetzen gerade auch in Hinblick auf die Bewerbung Hamburgs für Olympia 2024.

Umweltpreis 2015 für Bürgerinitiative In nicht öffentlicher Sitzung haben die Umweltpolitiker einstimmig dafür plädiert, die Mitglieder der Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ mit dem Umweltpreis auszuzeichnen. „Ihr verdienstvoller Einsatz für eine bessere Tornescher Bahnanbindung ist ein Einsatz für die Umwelt“, sagte Umweltausschuss-Vorsitzender Ingo Früchtenicht nach Herstellung der Öffentlichkeit zu den anwesenden BI-Mitgliedern. Die Preisverleihung soll im Rahmen des Stadtfestes „Zehn Jahre Tornesch“ erfolgen.

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