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Kulturreise : Uetersens Schwester „lebt“ in Itzehoe

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zu kulturellen Angeboten der verschiedensten Art haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Klostertage“ im SHHB-Ortsverein „Ueterst End“ während des vergangenen Sommers in das Teehaus im Klosterpark eingeladen. Diese Veranstaltungen erforderten sorgfältige Vorbereitung und vorausschauende Planung.

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2015 | 21:30 Uhr

Jetzt ist die Saison vorüber. Frei von jeglicher Verantwortung war man innerhalb der Arbeitsgruppe übereingekommen, ein wenig zu feiern. Aber natürlich nicht einfach so, sondern „kulturell wertvoll“ – verbunden also mit einem Ausflug.

Die Gruppe zog es nach Itzehoe. Und dort in das Kloster. Wie Uetersen ebenfalls einst ein Zisterzienserinnenkloster, ereilte es 1541 das gleiche Schicksal: Mit der Reformation wurde das Itzehoer Kloster ein Damenstift. Genau diese Parallelen waren es, die die Uetersener Klosteraktiven interessierten und auf den Weg in Richtung der Stör-Stadt führten. Besonderer Hintergrund: Mehrmals in der Uetersener Klostergeschichte versah ein hiesiger Klosterprobst gleichzeitig auch das Amt in Itzehoe, hatte also eine Uetersener Priörin und eine Itzehoer Äbtissin an seiner Seite, mit denen er sich gut stellen musste. Was, wie die Ortsgeschichte ausweist, nicht immer leicht war.

In Itzehoe wird der Titel „Verbitter“ genannt (der Verbitter vertritt juristische Belange und wirtschaftliche Interessen des Konvents gegenüber Dritten).

Am Ziel angekommen, wurde den Uetersenern eine hochinteressante Führung zuteil. Persönliche Beziehungen machten es möglich, auch die Gruft der gräflichen Familie zu Rantzau unter dem Altarraum der Kirche begehen zu dürfen – ein unvergessliches Erlebnis. Der Prinzessinnenhof auf Klostergrund, einst Sitz der Äbtissin, die in früheren Zeiten laut Itzehoer Klosterordnung immer von fürstlichem Geblüt sein musste, wurde inzwischen zum Kreismuseum. Zu sehen war dort eine Ausstellung von Tante-Emma-Läden im Puppenstubenformat. Mit vielen neuen Eindrücken ging es schließlich zurück nach Uetersen, einer sicherlich ebenfalls kulturell reichlich gespickten Saison 2016 entgegen. Denn geplant wird diese bereits.

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