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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 02:58 Uhr

Uetersen : Uetersens Natur auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Naturschutzbeauftragter Hans-Albrecht Hewicker führt zu sieben Naturdenkmälern der Stadt.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 17:00 Uhr

Uetersen | Dass Uetersen für seine Rosen bekannt ist, weiß jedes Kind. Doch auch fernab der Rosenpracht hat die Stadt noch andere Schätze auf Lager: Insgesamt befinden sich 25 Naturdenkmäler im Stadtgebiet. Dabei handelt es sich um Bäume, die so bemerkenswert sind, dass sie vom Kreis Pinneberg unter Denkmalschutz gestellt wurden. Die sieben schönsten Bäume präsentiert unsere Zeitung ab sofort in unserer neuen Serie „Naturdenkmäler in Uetersen“. Fachkundig unterstützt hat dabei Hans-Albrecht Hewicker, Naturschutzbeauftragter des Kreises Pinneberg.

In Deutschland werden Naturdenkmäler bereits seit dem Erlass des Reichsnaturschutzgesetzes von 1936 erfasst. „Naturdenkmäler sind wertvolle Einzelschöpfungen der Natur“, erläutert Hewicker. Im Gegensatz zu Naturschutzgebieten handelt es sich hierbei stets um Einzelorganismen, also Bäume oder auch Felsen. Diese können für sich allein stehen, aber auch Baum- beziehungsweise Felsenketten bilden. Nicht zu verwechseln sind Naturdenkmäler mit Kulturdenkmälern. Letztere sind stets eine Schöpfung des Menschen, wie zum Beispiel die Uetersener Klosterkirche.

Als Untere Naturschutzbehörde entscheidet der Kreis darüber, ob ein Baum zum Naturdenkmal erklärt wird. Ebenso führt er ein Verzeichnis aller Naturdenkmäler in seinem Gebiet. Im Kreis Pinneberg tragen insgesamt 179 Bäume den Status Naturdenkmal. Denkmalgeschützte Felsen sucht man im größten geschlossenen Baumschulgebiet der Welt hingegen vergeblich. Damit ein Baum zu einem Naturdenkmal erklärt wird, muss er mindestens eines von vier Kriterien erfüllen: So kann er besonders alt oder selten sein. Auch besonders imposante und schöne Bäume können den Denkmalstatus erhalten. Ebenso werden Bäume, die eine landeskundliche Bedeutung tragen, regelmäßig ins Verzeichnis aufgenommen. Insbesondere für den Laien sind Naturdenkmäler nicht immer als ein solches zu erkennen. Gekennzeichnet sind denkmalgeschützte Bäume in der Regel durch ein fünfeckiges gelbes Schild am Stamm. Doch an vielen Naturdenkmälern fehlt eine entsprechende Kennzeichnung.

25 Naturdenkmäler gibt es in Uetersen

Mit insgesamt 25 Naturdenkmälern ist Uetersen im Kreis Pinneberg die Stadt mit den meisten Naturdenkmälern. Dicht gefolgt wird die Rosenstadt von der Stadt Pinneberg, die ein Naturdenkmal weniger hat. Die Uetersener Naturdenkmäler bestehen aus 118 einzelnen Bäumen. Im vergangenen Jahr waren es noch 131 Einzelbäume, doch seitdem mussten viele davon zum Wohle der Allgemeinheit gefällt werden. Dadurch konnte Wedel Uetersen hinsichtlich der Zahl knapp überholen. Denn dort stehen derzeit 119 einzelne Bäume mit Denkmalstatus.

Die meisten Uetersener Naturdenkmäler bekamen den Status aufgrund ihres Alters, was durch die Historie der Stadt bedingt ist. „Unter den Uetersener Naturdenkmälern sind erstaunlich viele Kastanien“, urteilt Hewicker. Doch die häufigste Baumart unter den Naturdenkmälern in Uetersen ist die Buche. Davon stehen sieben geschützte Exemplare im Stadtgebiet. Buchen sind im gesamten Kreis Pinneberg die zweithäufigste Art, denen der Denkmalstatus anerkannt wird. Am häufigsten werden hier Eichen zum Naturdenkmal ernannt.

Gemeinsam mit Hans-Albrecht Hewicker hat unsere Zeitung für die Serie „Naturdenkmäler in Uetersen“ die schönsten denkmalgeschützten Bäume ausgewählt. In den UeNa-Ausgaben der kommenden Wochen werden wir Ihnen diese Naturdenkmäler vorstellen. Los geht es mit der Friedenseiche am Denkmal am Freitag, 11. August.

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