Uetersener wollen neuen Supermarkt

Die Sozialdemokraten haben Passanten in der Fußgängerzone befragt, wie sie sich die Entwicklung auf dem Parkpalettengrundstück, das der Stadt gehört, vorstellen.
Die Sozialdemokraten haben Passanten in der Fußgängerzone befragt, wie sie sich die Entwicklung auf dem Parkpalettengrundstück, das der Stadt gehört, vorstellen.

Umfrage der Sozialdemokraten zur Zukunft des Parkpalettengrundstücks mit eindeutigen Tendenzen

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26. Februar 2018, 16:05 Uhr

Es ist nicht repräsentativ, aber das Ergebnis ist dennoch interessant: Uetersener Sozialdemokraten haben zwei Tage lang Menschen in der Fußgängerzone zur Zukunft des Parkpalettengrundstücks An der Klosterkoppel befragt. Die Position der SPD ist dabei nicht neu und wurde durch aufgestellte Plakatständer verdeutlicht: Die Genossen wünschen sich einen Supermarkt und bezahlbaren Wohnraum − zudem ausreichend gebührenfreie Parkplätze.

Als die Aktion am Sonnabend beendet worden war, stand fest: In Uetersen wünscht man sich dort, wo derzeit noch Autos kostenlos parken können, einen Supermarkt − verbunden natürlich mit genügend freien Parkplätzen, so wie in der Rosenstadt bislang üblich. Auch bezahlbare Wohnungen konnten sich die Passanten vorstellen. An beiden Tagen votierten 32 der Befragten dafür, elf wünschten sich dort − in Kombination oder nicht − bezahlbaren Wohnraum. Elf Bürger erklärten zudem, dass sie, im Falle einer Parkraumbewirtschaftung (gebührenpflichtige Parkplätze), nach Pinneberg zum Einkaufen fahren würden. Obwohl man in der Kreisstadt die Parkraumbewirtschaftung schon lange kennt. Zeitlich unbegrenztes, kostenloses Parken ist dort eher schwierig.

Zudem fragten sich auch einige, warum der Parkplatz vor dem ehemaligen Rewe-Markt an der Lienaus Allee nach wie vor abgesperrt ist, obwohl sich dort augenscheinlich überhaupt nichts tut. Ein Ärgernis, das auch der Politik bekannt ist. Der Eigentümer aber möchte sich in seiner Handlungsfreiheit, was die Entwicklung seines Grundstücks betrifft, nicht beschränken lassen. Nach Aussagen von Entwickler Johan Kruskopf von der Firma May & Co. gibt es derzeit drei Bewerber um den Ex-Rewe-Markt.

Dass es in Uetersen zu viele Supermärkte gibt, wie ebenfalls immer wieder zu hören ist, meinten vier Bürger. Ein Kaufmann, der sein Geschäft in der Fußgängerzone betreibt, hat beklagt, dass seit der Schließung des Rewe-Markts die City von weniger Kunden aufgesucht wird.


Bürger dürfen Fragen stellen

Vor der Kommunalwahl am Sonntag, 6. Mai, besteht noch mehrfach Gelegenheit, die Zukunft des Parkpalettengrundstücks An der Klosterkoppel zu thematisieren. So am Donnerstag, 8. März, im Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen, am Dienstag, 13. März, im Hauptausschuss sowie am Montag, 26. März, in der Ratsversammlung. Alle Sitzungen im Ratssaal des Rathauses beginnen um 19 Uhr und sind öffentlich. Uetersener Bürger haben das Recht, sich vor Beginn der jeweiligen Sitzung in eine Liste einzutragen und dann im Rahmen der Einwohnerfragestunde Fragen an die Politik oder/und die Verwaltung zu richten. Die Beantwortung erfolgt entweder sofort oder wird dem Sitzungsprotokoll beigefügt, wobei dem Fragesteller die Antworten separat zugeleitet werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit den Politikern der Parteien, die sich am 6. Mai um ein Mandat bewerben, ins Gespräch zu kommen, wenn diese zu Info-Ständen in der Fußgängerzone oder am Gerberplatz einladen. Die jeweiligen Termine werden in den Uetersener Nachrichten angekündigt.
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