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Einkaufen : Uetersener Läden punkten mit Service

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Lässt es sich in Uetersen gut einkaufen? Die Meinungen gehen auseinander. Einige Senioren shoppen lieber auswärts. So nahm der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) rund 30 Leute zu einem Modemarkt in Halstenbek mit. „Wir haben nichts in Uetersen, was vergleichbar ist“, sagte die Awo-Vorsitzende Sabine Trenkner. Der Modemarkt biete eine große Auswahl an Winterkleidung, Socken, Unterwäsche. Die Mitfahrer würden sich über die niedrigen Preise freuen. „Viele Leute haben in Uetersen nicht die Möglichkeit, preiswert unter einem Dach einzukaufen“, so Trenkner.

Manfred Tietje, Leiter der Stadtwerke Uetersen, übernahm die Kosten der Fahrt im Reisebus. „Wir haben es uns auf die Fahnen geschrieben, solche Projekte zu unterstützen. Das ist unser soziales Herz“, so Tietje.

Doch was sagen die Uetersener Kaufleute dazu? „Der Modemarkt hat eine große Auswahl, aber meine Oma sagte immer: Das ist ja alles Plünnkram“, bemerkte Andreas Hinrich, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG). In Uetersen gebe es zwar keine Geschäfte mit einer ebenso großen Auswahl. „Aber das gab es auch noch nie“, so Hinrich. Für die großen Anbieter sei Uetersen einfach zu klein. Uetersen punkte dagegen mit Beratung und Service. „Ich habe einen Fernseher bei Sievers gekauft. Der berät mich, bringt mir den ins Haus, macht den Dreck weg, stellt ihn ein, und ich kann gucken“, so Hinrich.

Auch vom Preis könne Uetersen mithalten. Nachdem Hinrich bei Lavorenz eine Kamera gekauft hatte, habe er im Prospekt einer Kette dasselbe Modell zum selben Preis gefunden. „Hier kann ich aber hingehen, wenn ich ein Problem habe, und der erklärt mir das“, so der IHG-Chef.

Der Leerstand in Uetersen ist Hinrichs Ansicht nach während der vergangenen Jahre etwa auf gleichem Niveau geblieben. Nach UeNa-Zählung sind von 65 Läden in der Fußgängerzone sechs verwaist – fast zehn Prozent. Doch Hinrich: „Leerstand haben Sie überall. Das ist kein Uetersen-Problem, sondern ein Internet-Problem.“

Ein Händler, der seine Waren direkt aus der Garage heraus versende, könne natürlich einen günstigeren Preis machen. Dabei werde aber oft übersehen, dass die inhabergeführten Geschäfte in Uetersen mehr Service anböten, der aber geschulte Mitarbeiter voraussetze. Wer vor Ort einkaufe, fördere dadurch nicht zuletzt auch die Ausbildung der Jugend in der Rosenstadt.

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erstellt am 16.Okt.2014 | 18:23 Uhr

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