Schwimmhalle : Uetersener Frenzel-Halle öffnet am 5. Februar

Verschweißt wartet es nun darauf, im Wasser unterzugehen, das 500.000 Euro teure Edelstahlbecken.
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Verschweißt wartet es nun darauf, im Wasser unterzugehen, das 500.000 Euro teure Edelstahlbecken.

Umbauarbeiten neigen sich ihrem Ende entgegen. Eine Edelstahlwanne wird am Wochenende mit 600.000 Litern Wasser befüllt.

shz.de von
24. Januar 2018, 12:00 Uhr

Uetersen | Am 5. Februar kann, so sieht es zumindest derzeit aus, wieder geschwommen werden in der Jürgen-Frenzel-Halle am Kleinen Sand. Die Umbauarbeiten sind fast abgeschlossen. 500.000 Euro sind im Uetersener Schwimmbad während der Umbauphase sprichwörtlich versenkt worden. Nämlich im großen Lehrbecken, das schon lange sanierungsbedürftig gewesen ist. Weil ausgeschriebene Maurerarbeiten auf keine handwerkliche Gegenliebe stießen − niemand gab für die notwendigen Betonarbeiten ein Gebot ab − wurde politisch beschlossen, es mit Edelstahl zu versuchen. Solche Becken gibt es im Norden bereits − zum Beispiel in Bad Bramstedt. Nachdem Politik und Verwaltung von verschiedenen Badbetreibern viel Gutes über die Edelstahlvariante gehört hatten, wurde entschieden, das Vorhaben anzugehen. Vom Land konnte ein Förderbescheid in Höhe von rund 250.000 Euro entgegengenommen werden.

Ursprünglich war geplant, das Bad bereits am 1. Januar wieder für den Badebetrieb zu öffnen, doch die Lieferfristen der Edelstahlbahnen, die es vor Ort zu verschweißen galt, konnten nicht eingehalten werden. Versucht worden war zwischenzeitlich, zumindest das kleine Becken für den Publikumsverkehr zu öffnen, doch die personelle Situation führte schließlich dazu, dass die Halle Ende 2017 komplett geschlossen werden musste.

Die Wettkampfmaße wurden eingehalten

Seither wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Betonwanne mithilfe der hochwertigen Edelstahlverkleidung vor einer weiteren Durchfeuchtung zu schützen, beziehungsweise den Wasserverlust abzustellen. Gestern sind letzte Arbeiten ausgeführt worden, und es wurde poliert. Das typische, blaue Wasser wird es jetzt nicht mehr geben, vielmehr schimmert es an der Wasseroberfläche in Zukunft silbrig. Die Maße, um auch in Zukunft Wettkämpfe auszurichten, konnten gehalten werden. Das Becken ist weiterhin 25 Meter lang und durch die Verbreiterung der Einlaufrinnen jetzt zehn Meter breit − ausreichend, sagt Thomas Kröger, der städtische Hochbauingenieur, für vier Wettkampfbahnen. Erneuert wurden auch die vier Startblöcke, welche zusätzlich mit einer besonderen Starthilfe ausgerüstet worden sind. Dieses Detail bezahlt der TSV Uetersen. Zwar ist die Jürgen-Frenzel-Halle weiterhin nicht barrierefrei zugänglich, doch zumindest gibt es jetzt am Beckenrand einen Lift, der mithilfe der Schwimmmeister genutzt werden kann. Er ist für Badegäste gedacht, die Schwierigkeiten haben, über die Beckenleitern in das Bad einzusteigen.

Diser Lift stammt aus Elmshorn und ist für Badegäste gedacht, die über die Leitern nicht in das Schwimmbecken einsteigen können.
Klaus Plath
Diser Lift stammt aus Elmshorn und ist für Badegäste gedacht, die über die Leitern nicht in das Schwimmbecken einsteigen können.

Die etwa 600.000 Liter Frischwasser sollen am Wochenende in das Becken eingelassen werden, anschließend wird das Wasser auf angenehme 27,5 Grad Celsius erwärmt. Ist dieses Prozedere abgeschlossen und funktioniert auch das neue, vertikale Filtersystem, steht einem Betrieb ab dem 5. Februar nichts mehr im Weg. Die Vereine haben sich darauf bereits eingestellt. Und auch die Schulen bieten dann wieder ihren Schwimmunterrichtet an. Die Öffentlichkeit soll die Jürgen-Frenzel-Halle von diesem Tag an ebenfalls nutzen können.

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