Minister bei den „Maschinenfindern“ : Uetersener Firma „mworks“ ist erneut für den Großen Preis des Mittelstands nominiert

Sebastian (von links) und Susanne Dröber, Wirtschaftsminister Bernd Buchholz und mworks-Gründer Lars Kobialka mit der „Finalisten“-Statue.
Sebastian (von links) und Susanne Dröber, Wirtschaftsminister Bernd Buchholz und mworks-Gründer Lars Kobialka mit der „Finalisten“-Statue.

Das Unternehmen für Sondermaschinenbau wurde 2011 von Lars Kobialka gegründet. Es wurde schnell bundesweit bekannt.

shz.de von
09. Februar 2018, 12:15 Uhr

Uetersen | „Wir finden die passende Maschine für Ihre Anforderungen und wenn es diese auf dem Markt nicht gibt, dann bauen wir sie“ − das ist die Geschäftsidee von „mworks“. Das Uetersener Unternehmen für Sondermaschinenbau am Kleinen Sand, 2011 von Lars Kobialka gegründet, wurde schnell bundesweit bekannt und wird inzwischen auch von Konzernen geschätzt. Heute beschäftigt das von Kobialka und Sebastian Dröber geführte Unternehme rund 25 Mitarbeiter. „mworks“ präsentiert die passenden Lösungen für Industrie, Mittelstand und Forschung. Zuletzt konnten die Maschinenfinder auf der Hamburger Messe „NORTEC 2018“ überzeugen. Auf das junge Start-up-Unternehmen ist jetzt auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) aufmerksam geworden, der „mworks“ am Mittwoch besuchte.

Anlass für den Ministerbesuch war das erfolgreiche Abschneiden des Unternehmens beim Großen Preis des Mittelstands 2017. „mworks“ war als Finalist ausgezeichnet worden. Der Preis wird jedes Jahr von der Oskar-Patzelt-Stiftung in der Wettbewerbsregion Schleswig-Holstein/Hamburg an hervorragende kleine und mittelständische Unternehmen vergeben. Auch 2018 ist „mworks“ wieder für den Preis nominiert. Kommt dieser „Oscar“ diesmal in die Rosenstadt? Buchholz, Kobialka und Dröber hoffen das. Der Minister sagte, dass ein solch kreatives, ideenreiches Unternehmen zum Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein passe. Rund 98 Prozent der schleswig-holsteinischen Betriebe seien kleine und mittelständische Firmen, die Mut und Innovationsgeist aufwiesen − so wie auch „mworks“. Der Minister gratulierte dem gesamten Team zu dessen Leistung und zur Auszeichnung „Finalist“ beim Preis des Mittelstands. Jemanden mit so viel kreativen Ansätzen wünsche man sich in der Politik. Insofern hätte Buchholz Kobialka am liebsten sofort mit nach Kiel genommen. Der aber will in Uetersen bleiben, um weiterhin passende Maschinenlösungen für individuelle Probleme zu finden oder − alternativ − zu fertigen.

Buchholz sagte, dass die Landesregierung dabei sei, die Hemmschuhe für den Mittelstand wie eine überbordende Bürokratie einzudämmen. Die Landesregierung will zudem das Tariftreue- und Vergabegesetz Schleswig-Holstein kippen. Dann könnten auch kleine Betriebe an der Vergabe teilnehmen. Zuletzt war das Gesetz vom Landesrechnungshof als teils schwer verständlich, teils widersprüchlich und teils kaum umsetzbar eingestuft worden.

„mworks findet nicht nur die passende Maschine. Ein weiteres Standbein ist die Beratung von Unternehmen im Hinblick auf Digitalisierung, Vernetzung und Industrie 4.0. Es komme dabei vor allem auf eine sachliche Betrachtung der neuen Möglichkeiten an. Die Digitalisierung bringe neue Bausteine, die das Sortiment ergänzen. Kobialka: „Welche Bausteine man genau braucht, hängt davon ab, was man bauen will. Industrie 4.0 sollte nicht Angst machen, sondern als Chance gesehen werden.“

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