Wassermühlenstraße : Uetersen: Winzer wehren sich gegen Pollerlösung

Als wenn es in der Rosenstadt keine anderen Probleme gibt: Am Donnerstag werden sich die Mitglieder des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses erneut mit der Frage beschäftigen, wie die Grandfläche an der Wassermühlenstraße vor dem Beparken geschützt werden kann. Insbesondere am Freitag ist zu beobachten, wie es Fahrzeugführern gelingt, mehr als 20 Autos „illegal“ abzustellen. Zuweilen fahren sie dabei so dicht an die Linden heran, dass Beschädigungen der freiliegenden Wurzeln inzwischen unübersehbar sind. Was kann getan werden?

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10. September 2012, 21:05 Uhr

Während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde kein Beschluss gefasst. Erst sollte das bevorstehende Weinfest abgewartet werden. Politiker und Verwaltung wollten sich ein Bild von der Fläche machen, die dabei wirklich belegt wird. Denn eines will man in Uetersen nicht: sich zum Deppen machen. Hat man die Barrierefreiheit zwischen Rathaus und Rosarium doch insbesondere im Hinblick auf die Feste herbeigeführt. Ein Abpollern, wie jetzt überlegt wurde, würde diese Barrierefreiheit unter Umständen wieder zunichte machen.

Und wer genau hingeschaut hat, dürfte bemerkt haben, dass der Praxistest (das Weinfest) ergeben hat, dass anscheinend jeder Quadratzentimeter Grand- und Pflasterfläche benötigt wird.

So ist es auch kein Wunder, dass sich die Winzer und Weinhändler gegen eine Pollerlösung ausgesprochen haben, als das Thema am Sonntag während der „Manöverkritik“ angesprochen wurde.

So wie es jetzt ist, sei es ideal, wurde zusammengefasst. Und wie werden die Politiker entscheiden? Die SPD hat ihre Idee verrückbarer Blumenkübel noch nicht aufgegeben. Und die FDP-Fraktion spricht sich für 20 Zentimeter hohe Bordsteine aus, damit kein Auto mehr auf die Grandflächen fahren könne. Diese Lösung dürfte die Polleridee bezüglich der Barrierefreiheit noch toppen. Und vermutlich auch die Unfallgefahr noch einmal ansteigen lassen. Zwanzig Zentimeter Niveauunterschied reichen aus, um sich die Beine zu brechen, auch ohne argumentativ auf die Auswirkung der alkoholischen Gärung zurückgreifen zu müssen.

Ob es am Donnerstag zu einer Entscheidung kommt, kann erfahren, wer sich um 19 Uhr zum Rathaus begibt. Dort findet auch diese Stadtentwicklungs- und Bauausschusssitzung statt.

Indes gibt es eine gute Nachricht für alle Bewohner der Straße „Am alten Sportplatz“. Heute entscheidet sich, welcher Unternehmer Anfang Oktober mit der Reparatur der dortigen Straßenoberfläche beginnt. Denn heute wird das Ergebnis der Ausschreibung, auf den Weg gebracht vom Bauausschuss, bekannt gegeben.

Insgesamt stehen für die sechs von der Stadt ermittelten Reparaturstellen 51000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Erneuert werden muss die Verschleißdecke und ein Teil der Tragschicht.

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