zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 21:29 Uhr

Kommunalwahl : Uetersen wählte kunterbunt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das große Aufatmen im Ratssaal war gestern gegen 20.30 Uhr unüberhörbar. Der letzte der 14 Stimmbezirke war ausgezählt worden. Da stand fest: Die NPD hat es nicht in den Rat geschafft! Sie scheiterte mit 1,79 Prozent der Stimmen allerdings nur knapp an einem Mandat.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2013 | 22:45 Uhr

Verlierer des Abends sind SPD und BfB. Beide gaben Stimmen an die Grünen ab, die nach zehn Jahren Pause erstmals wieder antraten in Uetersen. Die Sitzverteilung verspricht eine - unter Umständen – spannende Legislaturperiode. Zwar setzten sich in Uetersen die Sozialdemokraten knapp gegen die CDU durch (31 Stimmen mehr), doch nach Sitzen entsteht ein Patt zwischen beiden Volksparteien. Sowohl SPD (-3) als auch CDU (-2) erhalten neun Mandate. Auf BfB (-2) und die Grünen (+4) entfallen jeweils vier Sitze. Zünglein an der Waage könnte die FDP werden, die ein Mandat erhält und damit ebenfalls Wahlverlierer geworden ist. Hatten die Liberalen bislang doch drei Ratsmandate. Auf Kreisebene setzte sich in Uetersen Thorben Langhinrichs (CDU) gegen Norbert Vahl (SPD) durch. Den zweiten Kreiswahlkreis teilt Uetersen sich mit Moorrege. In Uetersen konnte sich Kay Uwe Dohrn (SPD) gegen Dr. Veit Ghiladi (SPD) durchsetzen.

Jedoch reichte dieses Ergebnis nicht. Letztendlich konnte sich Dr. Ghiladi durchsetzen. In Tornesch folgten 52,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler den Sozialdemokraten, die das Thema Fusion nicht aus ihrem Wahlkampf herausgenommen hatten und den Wählern versprachen, „Wählen Sie die SPD, wenn Sie die Fusion verhindern wollen“.

Die Christdemokraten blieben mit 38,5 Prozent der Wählerstimmen deutlich hinter der SPD zurück. Sie konnten nur einen Wahlkreis direkt gewinnen, alle anderen gingen an die SPD. Die FDP verlor im Vergleich zur Kommunalwahl 2008 gut zehn Prozent Wählerstimmen. Sie werden nur noch zwei Sitze im Rat haben. Die Sozialdemokraten erlangen mit zwölf Sitzen die Mehrheit, die CDU wird mit neun Sitzen vertreten sein. Die Tornescher Grünen waren nicht zur Kommunalwahl angetreten.

In Heidgraben holte die SPD 61,5 Prozent der Wählerstimmen, die CDU 38,5. Zwei deutliche Veränderungen gab es in Marsch und Geest. Der Machtwechsel gelang der SPD (51,1 Prozent) in Neuendeich mit ihrem Spitzenkandidaten Reinhard Pliquet. Die CDU kam nur auf 48,9 Prozent.

Kräftig abgewatscht wurden die Moorreger Christdemokraten für ihr rabiates Vorgehen bei der Planung der „Schafweide“. Sie verloren zwei Sitze an SPD und Grüne, verfügen jetzt nur noch über eine Ein-Stimmen-Mehrheit in der Gemeindevertretung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert