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700 Wohnungen am Stichhafen : Uetersen träumt von der „Hafen-City light“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Investition: Hamburger Planer wollen am Stichhafen 700 Wohnungen bauen.

Uetersen | Wird es doch noch etwas mit der Bebauung des Stichhafengeländes, mit einer „Hafen-City light“? Ein Investor aus Hamburg hat Interesse bekundet, die Westseite des Hafengeländes mit Geschosswohnungsbau aufzuwerten. Das Problem: Das Land hat das Gebiet als Überschwemmungsfläche gekennzeichnet und eine Bebauung grundsätzlich untersagt. Die Verordnung ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Für die Westseite des Hafengebiets ist bereits 2010 vom damaligen Stadtentwicklungs- und Bauausschuss der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 74c gefasst worden. Das darin genannte Planungsziel war wie folgt definiert: „Entwicklung von Gewerbeflächen für kleinere und mittlere Betriebe sowie die Öffnung der Hafenflächen und der Uferflächen für die Öffentlichkeit.“ Ein Jahr später kam der „blaue Brief“ aus Kiel, mit dem ein Großteil des Hafengebietes zum Überschwemmungsgebiet erklärt worden ist. Die Überschwemmungsgebietsverordnung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Aufgrund des Bebauungsverbots sind Bestrebungen des Grundstückseigentümers zur Nutzung dieser Flächen in Richtung Photovoltaikanlagen angestellt worden. Dieses Vorhaben, so der Grundstückseigentümer jetzt, sei nicht wirtschaftlich darstellbar.

Er hat nun vorgeschlagen, eine Projektentwicklungsgesellschaft ins Boot zu holen, die sich mit der Problematik von Überschwemmungsbereichen auskenne und sicher sei, eine Lösung mit dem Ministerium erzielen zu können. Die Planungsziele der Firma Lorenz und Partner aus Hamburg liegen bei der Entwicklung einer Wohnbaufläche für Geschosswohnungsbau mit etwa 200 bis 300 Wohneinheiten in einem ersten Bauabschnitt und maximal 700 Wohneinheiten in weiteren Realisierungsstufen.

Der Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen wird sich am Donnerstag, 8. Juni, mit der Frage befassen, inwieweit die Ziele des Investors begleitet werden sollen und somit der Bebauungsplan anzupassen ist. Sitzungsbeginn im Rathaus ist um 19 Uhr.

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erstellt am 29.Mai.2017 | 16:05 Uhr

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