Fußball : Uetersen siegt mühevoll

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Unnötig zittern mussten die 1. Herren des TSV Uetersen, ehe am Freitagabend sicher war, dass sie für mindestens eine weitere Woche Landesliga-Spitzenreiter sind. Im Gastspiel beim Hamburger SV III zogen die Rosenstädter nach einem zehnminütigen Abtasten ein starkes Pressing auf. Als Yannick Kouassi eine Linksflanke von Helge Kahnert verpasste, traf Mikail Pekdemir – doch das Tor zählte nicht, weil Pekdemir im Abseits stand (12.). Nach der nächsten Linksflanke von Christian Förster wurde Pekdemirs Versuch abgeblockt; Maurice Rene Öhlers zog aus der Distanz ab und Kahnert rutschte nur knapp am Ball vorbei (20.). Bei der nächsten Szene schoss Florian Blaedtke nach Kouassis Ablage aus 20 Metern über die Latte (21.).

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21. Oktober 2012, 21:01 Uhr

Dann fiel das hochverdiente 0:1, als Martin Bushaj zu Pekdemir spielte, der den Ball von halbrechts aus wuchtig ins lange Eck jagte (23.). Danach waren die Uetersener weiter überlegen, versäumten es aber, ihre Führung auszubauen. Kouassi verpasste eine Rechtsflanke von Pekdemir knapp und Kahnert jagte den Ball volley über den Abfangzaun (25.). Pekdemirs 22-Meter-Schuss fing HSV-Keeper Sönke Wiebe (30.) und als Pekdemir einen Blaedtke-Eckstoß spektakulär per Hacke gen Tor verlängerte, klärte HSV-Akteur Gökhan Gencol auf der eigenen Torlinie stehend per Kopf. Bei der letzten Aktion vor der Pause spielte Kouassi zu Pekdemir, dessen Schuss auch, weil ihn sein Gegenspieler schubste, vorbei ging (44.). „Wir müssten eigentlich schon mit 3:0 führen“, ärgerte sich TSV-Liga-Manager Chris Wantia in der Pause.

Und der Chancen-Wucher rächte sich, als HSV-Akteur Ahmad Bellal Sedegi den Ball nach einem Eckstoß aus 22 Metern flach rechts zum 1:1 versenkte (51.). Die „Rothosen“ hatten nun Oberwasser, schwächten sich dann aber selbst: Zunächst sprang Derrick Yeboah Schwatke schräg von hinten so übel in Förster hinein, dass er dafür die Rote Karte sah (55.). Nachdem Pekdemir freistehend über das Tor hinweg gelupft hatte (61.), sah auch Pedram Rostani glatt „Rot“, nachdem er Kouassi brutal umgetreten hatte (64.).

In doppelter Überzahl drängten die Uetersener auf die erneute Führung. Kouassi köpfte nach Blaedtke-Ecke am langen Pfosten vorbei (66.). Drei Minuten später fiel das 1:2, als Kouassi einen Pekdemir-Schuss, der am Tor vorbeigegangen wäre, mit seinem Bauch annahm und aus Nahdistanz über die Linie drückte. Vergeblich schrie Wiebe und tat so, als sei er von Kouassi getreten worden – der Treffer zählte zu Recht! Danach versäumte es die Ehlers-Elf, den Sack zuzumachen. Von vielen vergebenen Konterchancen war es die negative Krönung, dass es Pekdemir, Kouassi und Philipp Ehlers zu dritt gegen zwei HSVer nicht schafften, auf 1:3 zu erhöhen (90.). Im direkten Gegenzug wäre nach einer Linksflanke des HSV beinahe noch das 2:2 gefallen – doch dann ertönte der Abpfiff.

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