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Verwaltungsgemeinschaft : Uetersen reicht den Dörfern die Hand

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Rosenstadt versteht sich selbst als das Tor zur Marsch. Und nicht nur aufgrund des Wochenmarktes, der von den kleineren Gemeinden geschätzt wird. Verschiedene Aktivitäten im Jahr weisen auf die enge Bindung Uetersens zur Marsch hin.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 19:22 Uhr

Mit Hetlingen, Haseldorf und Haselau, also dem Amtsbereich Haseldorf, unterhält Uetersen seit 2007 eine Verwaltungsgemeinschaft, ist also ist eine „Ehe“ mit den drei Dörfern eingegangen, wobei sich Uetersen verpflichtet hat, als Dienstleister zu agieren.

Nun ist dieser Vertrag, der damals im Rathaus unterzeichnet wurde, erstmals kündbar. Davon wurde seitens der drei Gemeinden Gebrauch gemacht. Derzeit wird neu verhandelt. Stärkster Wettbewerber dabei ist das Amt Moorrege, das seit geraumer Zeit mit den Gemeinden verhandelt. Doch auch Uetersen ist nicht untätig geblieben. Bereits 2014 hatte sich der Hauptausschuss der Stadt Uetersen erstmals offiziell für eine Fortsetzung der Verwaltungsgemeinschaft ausgesprochen.

Jetzt, am 2. Februar, wurde dieses Vorhaben bekräftigt. Der Hauptausschuss bekannte sich dabei uneingeschränkt zur existierenden Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Haseldorf und wünscht sich die Annahme des vorliegenden Vertragsangebotes der Stadt Uetersen durch das Amt Haseldorf zur Weiterführung der Verwaltungsgemeinschaft über das Jahr 2016 hinaus. In der Erklärung vom 2. Februar heißt es: „Ein Vertragsabschluss würde nicht nur für beide Vertragspartner Planungssicherheit mit sich bringen, sondern auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung die im Moment berechtigte Sorge über die Zukunft nehmen.

Darüber hinaus wäre es eine Wertschätzung gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, die diese Verwaltungsgemeinschaft zu einem Erfolgsmodell haben werden lassen, die der Hauptausschuss hiermit ausspricht.“

Nun verhält es sich in der Praxis oft anders als in der Theorie. Der „Ehevertrag“ ist dabei das Papier, die Wirklichkeit vollzieht sich zwischen Menschen. Und da hakte es zuweilen sehr. Nach wie vor sind sich insbesondere Haseldorf und die Stadt nicht grün, wird von dort immer wieder Vertragstreue eingefordert. Uetersen hält diese für erfüllt.

Hinter den Kulissen wird „gebaggert“, gepokert, zäh miteinander verhandelt und auch gehofft, dass am Ende die für alle charmanteste und wirtschaftlichste Lösung gefunden wird und somit Uetersen weiterhin Partner sein kann.

Die Erklärung des Hauptausschusses drückt insofern auch aus: Uetersen hat geliefert, jetzt müssen sich die Dörfer entscheiden. Letztendlich geht es auch ums Amt, das bleibt vermutlich nur dann existiert, wenn die Stadt zum Zuge kommt.

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