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Ratsversammlung und Friedrich-Ebert-Schule : Uetersen: Ratssaal rappelvoll!

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es war nicht der Hauptausschuss, wie einige Besucher am Montagabend glaubten, sondern die Ratsversammlung, die sich traf. Und es stand leider auch kein größerer Raum zur Verfügung, wie andere Besucher hofften – der Ratssaal, in dem sich die Politiker immer dann treffen, wenn es etwas zu beraten gibt, ist das größte Zimmer im Verwaltungsgebäude. Das bürgerliche Interesse war am Montagabend so gewaltig, dass die etwa 70 gestellten Stühle nicht ausreichten und alles versucht worden war, den Gästen, die zum Teil bereits eine dreiviertel Stunde vor Sitzungsbeginn eintrafen, dennoch eine bequeme Teilnahme zu ermöglichen.

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erstellt am 13.Okt.2015 | 19:03 Uhr

Schulleiter Wolfgang Balasus war mit einigen Achtklässlern erschienen, um die Debatte zu verfolgen, so dass schließlich auch das CDU-Fraktionszimmer geöffnet wurde. Dennoch mussten rund 30 Besucher stehen. Sie verteilten sich entlang der Abgeordnetentische. Was war so spannend am Montag? Es ging ein weiteres Mal um die Raumsituation an der Friedrich-Ebert-Schule. Der Bildungsausschuss hatte bereits entschieden, aufgrund der Wesentlichkeit des Themas musste sich aber auch der Rat noch einmal mit der Materie befassen. CDU und SPD, das war bereits vor Sitzungsbeginn klar, wollten den Beschluss des Fachausschusses bestätigen, demzufolge die Friedrich-Ebert-Schule in Zukunft nur noch aus zwei Zügen bestehen soll und die Birkenalleeschule gleichzeitig vierzügig ausgebaut wird.

BfB und Grüne wollten das verhindern, die Wählergemeinschaft und die Bündnisgrünen plädierten auch am Montag für einen Erweiterungsbau auf dem Pausenhof der Friedrich-Ebert-Schule. Kosten: 400000 Euro.

So viel Geld habe Uetersen nicht zu verschenken, schließlich gebe es eine kostengünstige Alternative. Und in Zeiten, in denen erstens Schulneubauten keine Förderung mehr erführen und zweitens die eigenen Kassen leer seien, müsse dem Prinzip „wünsch’ Dir was“ eine Absage erteilt werden. Zugunsten der gesamten Stadt, in der es viel zu investieren gebe, so der Tenor der großen Fraktionen. Das Argument, es kämen immer mehr Flüchtlingskinder, die beschult werden müsten, erteilten CDU und SPD mit den Worten eine Absage, dass man nicht auf Erwartungen reagieren könne, sondern nur auf Fakten.

Dass eine Zweizügigkeit ein Bildungsdefizit beinhalte, wie von BfB und Grünen argumentiert wurde, dass darunter die Qualität leiden werde, wollten SPD und CDU ebenfalls nicht gelten lassen. Die Verwaltung hatte noch versucht, den Beschluss zeitlich zu strecken und darum gebeten, mit der Umsetzung der Zwei- und Vierzügigkeit bis zum Schuljahreswechsel 2017/18 zu warten, auch, um den Eltern Gelegenheit zu geben, ihr Bürgerbegehren „abzuarbeiten“. Abgelehnt! Nach längerer Debatte wurde der erwartete Beschluss gefasst.

Mit dem ins Auge gefassten Bürgerbegehren einiger Elternvertreter wird es jetzt unweit schwerer, weil die Kinder für die erste Klassenstufe bereits im November angemeldet werden müssen (2. bis 6. November) und dabei der Beschluss der Ratsversammlung beachtet werden muss.

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