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Kriminalitätsstatistik : Uetersen: In der Rosenstadt lebt es sich sehr sicher

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

54,4 Prozent aller festgestellten Straftaten, verübt im vergangenen Jahr in Uetersen, konnten von der Polizei aufgeklärt werden. Insbesondere sind es die Rohheitsdelikte (Körperverletzung, Nötigung, Raub), die dabei ins Gewicht fielen. Mehr als 90 Prozent dieser Straftaten wurden einem Täter zugeordnet. In der Regel deshalb, weil Täter und Opfer sich kennen, es sich also um Beziehungstaten handelt. Die Anzahl der Rohheitsdelikte sank gegenüber 2013 um 5,2 Prozent (absolute Zahlen: 2013 252 Taten, 2014 239 Taten). Das kann der Kriminalstatistik der Polizei entnommen werden.

Auch bei den Wohnungseinbrüchen ging die Anzahl erheblich zurück. Waren es in 2013 noch 34 angezeigte Fälle, wurden im vergangenen Jahr 21 Fälle registriert, das entspricht einem Rückgang von 38,2 Prozent.

Zu unterstellen ist, dass das Wohnungseinbruchdiebstahlskonzept der Polizeidirektion Segeberg gegriffen hat. Diese sehr personal-intensiven Präventivmaßnahmen sollten Täter abschrecken beziehungsweise derart verunsichern, dass sie von ihrem Vorhaben absehen. Für Uetersens Stationsleiter Frank Lassen sind das insbesondere die Tatarten, die die Bürger in ihrem subjektiven Sicherheitsgefühl beeinträchtigen. Andere Straftaten sind in Uetersen gestiegen, so auch der Bereich der Sachbeschädigungen. 2013 wurden 159 Taten registriert, 2014 waren es 222. In dieser Summe verbirgt sich eine Serie von Straftaten, die in der Parkpalette „An der Klosterkoppel“ verübt wurden. Insgesamt 42-mal hat hier ein Unbekannter zugeschlagen und Autos zerkratzt. Die Anzahl der Diebstähle ist ebenfalls gestiegen. Von 262 in 2013 auf 273 in 2014. Unter erschwerten Umständen sank die Anzahl der Diebstähle – von 271 (2013) auf 197 (2014).

Das, so Lassen, seien ärgerliche Delikte, aber sie beeinträchtigten die Bürger nicht so sehr in deren Sicherheitsgefühl wie Körperverletzung, Raub und Einbruch. Auch wenn die Sicherheitslage als gut gelten darf, kann nicht darüber hinweg gesehen werden, dass 2014 in Uetersen viele Straftaten verübt worden sind. 1366 waren es 2013, 1379 im vergangenen Jahr, wobei die verübten Straftaten des Polizeistationsbereiches Moorrege in die Zahlen des Jahres 2014 eingeflossen sind. Der volkswirtschaftliche Schaden aller in Uetersen registrierten Straftaten beläuft sich auf 2,7 Millionen Euro, wobei der Anteil der Vermögens- und Fälschungsdelikte bei alleine 2,36 Millionen Euro liegt.

Interessant: 65,2 Prozent aller festgestellten Täter stammen aus Uetersen, 21,3 aus dem weiteren Kreisgebiet. Nur 3,3 Prozent stammen aus Hamburg. In Städten mit Bahnhofs- oder Autobahnanschluss stammen weit mehr Täter aus der Hansestadt.

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erstellt am 07.Apr.2015 | 21:41 Uhr

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