Bürgersolaranlage : Uetersen geht voran

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Was Tornesch kann, muss Uetersen auch können. Die Nachbarstadt ist Vorreiter bei den sogenannten Bürgersolaranlagen.

shz.de von
08. September 2011, 20:19 Uhr

In Tornesch hat dieses Modell bereits den Einzug auf das Rathaus gefunden. Große Resonanz fand das Thema auch am Mittwochabend auf einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse von Stadtplanung und Umwelt. Dr. Olav Vollstedt stellt den interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Modell der Solaranlage vor.

Damit könnte Uetersen zum Vorreiter in der Region werden, denn nach einem eigenen Windpark, der die Menschen in Uetersen und angeschlossene Gemeinden mit kohle- und atomfreien Strom versorgt, würde der Weg frei gemacht, eigenen Strom aus den Solaranlagen zu beziehen. Zunächst einmal sollen städtische Gebäude mit den Solaranlagen bestückt werden, aber auch für private Interessenten bieten sich Möglichkeiten.

So soll es nach dem Wunsch von Dr. Olav Voll-stedt auch in Uetersen demnächst das Modell der Bürgersolaranlagen geben, verspricht es neben sauberem Strom doch sogar noch eine ganz stattliche Rendite. „Die Investoren können mit einer Rendite zwischen sechs und sieben Prozent rechnen“, erklärte Dr. Vollstedt, der das Projekt der Bürgersolaranlagen bereits in anderen Regionen erfolgreich realisiert hat.

Die meisten Fragen stellten sich in Bezug auf die Machbarkeit und den Einschränkungen, die nach der Installation einer solchen Anlage anfallen könnten. Doch Befürchtungen, dass das Dach einstürzen könne, konnten zerstreut werden. Die Beteiligung soll über ein Genossenschaftsmodell eingerichtet werden, wie dies auch in den anderen Gemeinden schon umgesetzt wurde. So zeichneten in Tornesch 17 Gesellschafter insgesamt 68 Anteile zum Stückpreis von 1000 Euro, womit sich ein Startkapital von 68000 Euro bildete. Weiter gibt es auch die Möglichkeit, ein entsprechendes Projekt über günstige Darlehen der KfW zu fördern.

Für die Investoren würde dann nach einer Abschreibungsdauer von ungefähr 20 Jahren die schon angesprochene Rendite von sieben Prozent abfallen. So ließen sich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Interessierte können sich über das Modell der Bürgersolaranlagen auch im Internet unter www.pro-bueger-solar.de informieren. Dort werden auch bereits umgesetzte Projekte vorgestellt. Wie es jetzt in Uetersen weitergeht, müssen nun die Mitglieder im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss entscheiden.

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