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Kriminalitätsstatistik : Uetersen: Eine sehr sichere Stadt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Rosen- und Hochzeitsstadt leben nicht nur „Waisenknaben“. Aber Uetersen ist immer noch eine sichere Stadt. Das weist die Polizeistatistik 2011 aus. Viele Straftaten, insbesondere Gewaltdelikte, haben für die Bevölkerung deshalb eine untergeordnete Bedeutung, weil sie sich im Beziehungsumfeld von Täter und Opfer abspielen. Beide Seiten kennen sich somit schon vor dem angezeigten Delikt. 190 solcher Gewalttaten gab es im vergangenen Jahr. 2010 registrierte die Uetersener Polizei noch 226 derartige Fälle.

Steigend hingegen ist der Tankbetrug. Ihn (13 Fälle in 2011) kennt man in Uetersen nicht nur aus dem Fernsehen. Und es darf, angesichts der steigenden Kraftstoffpreise, mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden.

Viele Delikte im Bereich des einfachen Diebstahles (238 in 2011) treiben die absoluten Zahlen der Kriminalitätsstatistik (1525 in 2011 gegenüber 1549 in 2010) auch diesmal in die Höhe. Insgesamt sind aber auch sie leicht rückläufig (260 in 2010). Die Wohnungseinbrüche mit Diebstahl bewegten sich in 2011 auf ähnlichem Niveau. 2011 registrierte die Polizei 31 Taten, 2010 waren es 30. Rasant angestiegen sind die Straftaten, die unter dem „Kapitel“ Erschleichung von Leistungen zusammengefasst wurden. Festgestellte „Schwarzfahrten“ im Bereich des Omnibusverkehrs gab es in 2011 168-mal. 2010 flossen nur 37 „Schwarzfahrten“ in die Statistik ein. Zurückzuführen ist die gestiegene Zahl nach Ansicht von Polizeistationsleiter Frank Lassen darauf, dass die Kontrollen verstärkt wurden. Angestiegen ist aber auch die Aufklärungsquote durch die Uetersener Polizei. Während sie 2010 noch bei (auch guten) 52 Prozent lag, konnte 2011 eine Quote von 54 Prozent festgestellt werden.

In Uetersen lasse es sich gut und sicher leben, so der Stationsleiter. Und das sei auch auf seine sehr motivierten Mitarbeiter zurückzuführen, von denen viele schon seit etlichen Jahren vor Ort seien. Diese würden ihre „Pappenheimer“ gut kennen. Viele Tatverdächtige (Straftäter) seien in der Vergangenheit nämlich auch schon in Erscheinung getreten. Legt man die sogenannte Häufigkeitszahl zu Grunde (Straftaten bezogen auf 100000 Einwohner) bewegt sich das kriminelle Geschehen in Uetersen auf den Niveaus von Pinneberg und Quickborn. Die „sicherste“ Gemeinde im Kreisgebiet ist demnach Rellingen. Elmshorn schießt dagegen den Vogel ab.

Für die Sicherheit der Bürger in Uetersen sorgen derzeit 20 Beamte. Frank Lassen wünscht sich, die Sollstärke von 22 Männern und Frauen irgendwann einmal zu erreichen. Zwei „Highlights“ zum Schluss: 2011 machte die „Gefangenenbefreiung“ im Rosarium ebenso Schlagzeilen wie die Drogenrazzia im türkischen Kulturverein „Schwarzes Meer“.

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erstellt am 03.Apr.2012 | 21:31 Uhr

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