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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 04:48 Uhr

Konzert : Überraschung und Genuss mal vier

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Uetersener Erlöserkirche am Ossenpadd sitzen und sich wie in Istanbul fühlen, einen Chai trinken, um sich herum die lauten und leisen Geräusche, Gerüche und Gespräche und das kulturelle und pulsierende Leben dieser riesigen Millionenstadt – die Musik des Elbe-Saiten-Quartetts verwirklichte das am Freitagabend.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2014 | 22:11 Uhr

Die vier Gitarristen Frank Naruga, Ivo Jaklic, Hilke Billerbeck und Jochen Buschmann sind eine ungewöhnliche, sympathische und überraschende Formation mit einem großartigen und vielseitigen Potenzial, das Gitarrenmusikliebhaber konventioneller sowie moderner Stilrichtungen begeistern kann.

„Der Oriental Tea Garden“, gleich das erste Stück des Programms, das bestimmt viele der Besucher nach Istanbul oder irgend eine andere orientalische Stadt führte, stammt von dem Hamburger Komponisten und Jazz-Gitarristen Mehmet Ergin. Und der flüstert dem Quartett auch den Gebrauch von Rasseln, Klingeln und Dosen mit Reiskörnern als Rhythmusinstrumente unterstützend zu den vier Konzertgitarren zu.

Die musikalische Reise der Vier führte zu den emotionalen Liedern Afrikas, über Kanada nach Brasilien bis zu den zarten, kargen und fast nur getupften Klängen Islands und weiter nach Schottland, wo Catriona McKay eine Melodie für einen Traditionssegler entwickelte, der sie einst als Passagier mit auf die Reise genommen hatte. Die Künstler, von denen drei ganz enge Bindungen an Uetersen haben, da sie ganz am Anfang ihrer Karriere an der Jugendmusikschule von Harald Stockfleth unterrichteten, schlichen sich nicht nur durch ihre gute Interpretation in die Herzen ihrer Zuhörer, sondern auch durch eine lebendige und anschauliche Moderation, mit der sie die einzelnen Programmpunkte verbanden, hinter die Kulissen blicken ließen und Spannendes vermittelten. Für das Elbe-Saiten-Quartett – und da waren sich die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer in der Erlöserkirche einig – sollte es im musikalischen Uetersen noch ganz viel Platz und Zeit geben.

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