Handball : TuS-Talente verteidigen den Titel

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Bei aller Freude über die geglückte Titelverteidigung im HHV-Jugend-Pokal, wussten die Spieler der 1. männlichen A-Jugend ihre eigene Leistung richtig einzuschätzen: „Das war kein guter Auftritt von uns“, war der einhellige Tenor der TuS-Talente, nachdem sie am späten Sonntagnachmittag im Finale des Hamburger A-Jugend-Pokals den HSV Hamburg mit 27:22 geschlagen hatten.

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04. Mai 2015, 21:22 Uhr

Ein Sieg mit fünf Toren Vorsprung gegen den Nachwuchs des Erstligisten klingt doch gar nicht schlecht, mag der geneigte Handball-Beobachter nun denken. Allerdings schickte der HSV wie schon in den vorherigen Jahren nicht seine A-Junioren, die wie die Esinger in der Saison 2014/ 2015 in der A-Jugend-Bundesliga um Punkte kämpften, sondern „nur“ seine B-Jugend ins Rennen um den Hamburger Pokal. „Gegen diesen Gegner konnten wir eigentlich gar nicht verlieren“, sagte Till Krügel angesichts der klaren körperlichen Vorteile seiner Esinger gegen die im Schnitt zwei Jahre jüngeren HSV-Spieler, die die Spielzeit 2014/ 2015 in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein als Vizemeister beendet hatten.

In der Halle des Norderstedter Schulzentrums Nord, in der der Hamburger Handball-Verband in diesem Jahr seinen „Jugendpokal-Finaltag“ mit insgesamt sechs Endspielen ausrichtete, sorgten Thore Gier und Hannes Haas in der dritten und vierten Minute für eine 2:0-Führung des Favoriten. Danach traten die athletischen Vorteile der TuS-Spieler immer wieder zutage: HSV-Spieler Tobias Höricke beispielsweise ist zwar ebenfalls kräftig und großge- wachsen ‒ an den Esingern Mirko Hahn und Mike König prallte Höricke am Kreis aber wiederholt regelrecht ab.

Mit einer sehr offensiven Deckung gelang es den Hamburger allerdings immer wieder, die einstudierten Spielzüge der Tornescher effektiv zu stören. Doch mit ihrer individuellen Klasse kamen die TuS-Spieler gegen die 4:2- oder 3:3-Deckung des HSV regelmäßig mit Einzelaktionen zu Treffern. Vor allem Hennes Paulsen ließ sich auf seiner rechten Seite auch durch Manndeckung nicht stoppen.

Nach einem Pausenstand von 15:9 lagen die Esinger vor rund 300 Zuschauern auch in der zweiten Halbzeit zumeist mit sechs oder sieben Toren in Führung. Ein noch deutlicheres Ergebnis wäre möglich gewesen, wenn die Tornescher im Angriff nicht wiederholt Bälle verloren hätten. In der Schlussphase schmolz der Vorsprung der Esinger zwar von 25:18 (53.) noch einmal auf 25:21 (57.) zusammen ‒ zittern um den Sieg mussten die TuS-Trainer Krügel und Claas-Peter Schütt aber nicht mehr.

So war die Titelverteidigung im Jugend-Pokal für die Esinger ein schöner Abschluss ihrer Jugend-Zeit, denn nun wechseln sie altersbedingt in den Erwachsenen-Bereich.

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