Handball : TuS-Talente sitzen nach

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Hochspannung bis zum letzten Spiel gab es am Wochenende für die 1. männliche A-Jugend des TuS Esingen, die in Berlin um die Qualifikation für die Jugend-Bundesliga kämpfte. Am Ende schlossen die Tornescher die Fünfer-Runde als Rang-Vierter ab; damit verpassten sie es zwar, ein Direkt-Ticket für die Bundesliga zu lösen, erhalten aber am nächsten Wochenende eine zweite Qualifikation-Chance: In Baunatal treffen sie auf den HSC Schmiden-Öffingen, den TSV Anderten und ein Team aus Nordrhein-Westfalen.

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15. Juni 2014, 20:30 Uhr

Beim Qualifikationsturnier in Berlin bekamen es die Esinger am Sonnabend in ihrem ersten Spiel mit dem Lausitzer HC Cottbus, dem vermeintlich schwächsten Kontrahenten, zu tun. „Ob das ein Vorteil oder ein Nachteil ist, weiß man immer erst nachher“, sagte TuS-Trainer Claas-Peter Schütt dazu. Die Esinger führten im Horst-Korber-Sportzentrum in Berlin-Charlottenburg, wo alle zehn Turnierspiele ausgetragen wurden, zur Pause mit 11:8. Auch aufgrund der Unterstützung von der Tribüne (zahlreiche Eltern und Esinger Sympathisanten waren mit in die Hauptstadt gereist), gewannen die TuS-Talente am Ende knapp mit 21:20. Die Mannschaftsleistung entschied die Partie zugunsten der Esinger, die mit diesem Sieg den Grundstein dazu legten, um am Ende mindestens Vierter zu werden.

Im zweiten Spiel kam es zum „Derby“ gegen den HSV Hamburg. Nach einem ausgeglichenen Beginn gerieten die Esinger zunächst mit 6:19 (18.) und dann mit 9:15 ins Hintertreffen, ehe sie eine Auszeit nahmen (29.). Zur Pause blieb es beim 9:15, was vor allem an der besseren Trefferquote der Hamburger lag: 15 von 21 HSV-Versuchen zappelten im Netz (was 71 Prozent entsprach), während bei Esingen nur sieben von 19 Würfen und somit 37 Prozent im Ziel landeten. Beim Stand von 15:19 sah HSV-Akteur Nico Bielefeldt die Rote Karte; auf der Gegenseite handelte sich Esingens Mirko Hahn gegen seinen Ex-Klub eine Zeitstrafe ein und am Ende stand es 22:27 aus TuS-Sicht.

Dennoch waren die Esinger zur „Halbzeit“ des Turniers Tabellen-Dritter. Am Sonntag ging es zunächst gegen den 1. VfL Potsdam. Obwohl sich die Tornescher tapfer wehrten, zogen sie gegen den Lokalmatadoren mit 20:27 (11:16) den Kürzeren. So mussten sie ihr letztes Spiel gegen den HC Empor Rostock gewinnen, um Dritter zu werden. Zunächst lief es gut: Die Esinger führten bereits mit drei Treffern, zur Pause stand es 11:11. Im zweiten Durchgang gingen den TuS-Talenten langsam, aber sicher die Kräfte aus. Am Ende gewannen die Rostocker, die eigentlich den Gruppensieg (!) angepeilt hatten, mit 22:16, sicherten sich Rang drei und feierten die Qualifikation. Ob die Esinger nach ihrem „Nachsitzen“ am nächsten Wochenende ebenfalls feiern können?

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