zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 11:54 Uhr

Elbmarschenhaus : Tür bleibt zwei Tage dicht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das ist ein Rückschlag für die Entwicklung des Tourismus in der Region: Die Öffnungszeiten des Elbmarschenhauses in Haseldorf müssen ab Anfang Januar reduziert werden, teilt Hannah Heberlein vom Verein „Tourismus in der Marsch“ (TiM) mit. Nicht mehr täglich von 10 bis 16 Uhr kann die Station besucht werden. Am Montag und Dienstag bleiben die Türen zu. „Die Tourist-Info ist dann auch nicht telefonisch erreichbar“, erklärt Hannah Heberlin.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2012 | 20:57 Uhr

Darüber kommen zahlreiche Anfrage, etwa zu Führungen, Hotel- und Restaurantverzeichnissen. Die bei Radlern sehr beliebte „Schatzkarte“ kann bestellt oder Fahrten mit dem Tidenkieker gebucht werden.

Negative Auswirkungen auf den hiesigen Tourismus hat, was gesamtgesellschaftlich sehr erfreulich ist. Die Zahl der Hartz-VI-Empfänger sinkt, also hat den Bund das Verfahren reformiert, nach dem die Ein-Euro-Jobber auf die Arbeitsstellen verteilt werden. Das Elbmarschenhaus hat danach keine Chance mehr.

Ein Mitarbeiter hört deswegen zum Ende des Jahres auf. Eine andere Ein-Euro-Jobberin, die man unbedingt weiterbeschäftigen wollte, erhielt einen Zeitarbeitsvertrag. Teilweise wird die fehlende Manpower durch Mitarbeiter der Nabu-Schutzgebietsbetreuung aufgefangen die in Haseldorf ihr Freiwilliges ökologische Jahr (FÖJ) ableisten oder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienst aktiv sind. Zudem engagieren sich Ehrenamtler des Naturschutzbundes in der Tourist-Info. Doch damit ist der Ausfall nicht zu kompensieren. Zudem steigen durch den Teilzeitvertrag die Personalkosten für den Tourismusverein. Ich musste deswegen das Budget für Werbung reduzieren“, erklärte Hannah Heberlein. Am Geld hapert es ohnehin, denn Uetersen hat seinen 1500-Euro-Zuschuss an den Tourismusverein gestrichen. Die Tourismusexpertin hofft, dass keine weitern Kommunen diesem Vorbild folgen. „Das wäre eine böse Überraschung“, sagt sie.

Man habe vieles versucht, die finanzielle Situation des Vereins zu verbessern, TiM-Vorsitzende Bärbel Thiemann. Alles war vergebens. Aus ihrer Sicht gibt es zwei Möglichkeiten.

„Diejenigen, die am Tourismus verdienen, müssen tiefer in die Tasche greifen“, sagt die Neuendeicherin. In der Pflicht sieht sie aber auch die öffentliche Hand. „Auf der anderen Seite der Elbe unterstützen selbst kleine Gemeinden den Tourismus mit bis zu 50000 Euro jährlich“, so Bärbel Thiemann. „Der Kreis Pinneberg gibt gerade 15000 Euro.“ Der Wirtschaftsfaktor Tourismus werde einfach noch zu sehr unterschätzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert