Fußball : TSV jubelt nach goldenem Ehlers-Tor

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Nachdem die 1. Herren des TSV Uetersen aus ihren letzten drei Partien nur zwei Punkte geholt hatten, empfingen sie am Sonntag im Rosenstadion die SV Blankenese, die bisher zu den positiven Überraschungen der Landesliga gehörte. In den ersten zehn Minuten waren die Blankeneser die überlegene Mannschaft: „Wir waren nicht so präsent, wie wir es uns vorgenommen hatten“, gab Jörn Borstelmann, zusammen mit Heiko Waschatz Trainer beim TSV, zu. Die Uetersener kamen nicht richtig in die Zweikämpfe und hatten Glück, dass die Gäste nicht in Führung gingen: Als die TSV-Abwehr eine Blankeneser Freistoß-Flanke zu kurz abgewehrt hatten, traf ein SVB-Spieler aus 20 Metern den Außenpfosten.

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11. September 2011, 21:27 Uhr

Nach diesem „Warnschuss“ übernahmen dann aber die Rosenstädter das Kommando. „In der Abwehr standen wir fortan sehr sicher, aber offensiv fehlte es uns an der nötigen Durchschlagskraft“, gestand Borstelmann ein. So spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab, bis der Schiedsrichter zur Pause pfiff. Als die zweite Halbzeit gerade einmal zwei Minuten alt war, gingen die Hausherren dann in Führung: Yannick Kouassi drehte sich listig um seinen Gegenspieler herum und spielte einen Diagonalpass zu Philipp Ehlers, der alleine vor dem Gäste-Keeper auftauchte und diesen mit einem Lupfer zum 1:0 überwand (47.). Mittelfeldmann Ehlers konnte damit als erster TSV-Spieler sein zweites Saisontor bejubeln.

Mit der Führung im Rücken waren die Uetersener deutlich überlegen und hätten das 2:0 nicht nur nachlegen können, sondern müssen. Auch, weil die Blankeneser ihren Abwehrverbund nun mehr und mehr lockern mussten, um noch zum Ausgleich zu kommen, ergaben sich zahlreiche gute Konterchancen. TSV-Regisseur Florian Blaedtke scheiterte einmal freistehend, Kouassi hatte ebenfalls freie Bahn und vergab, dann verzog Ehlers knapp und verpasste es damit, einen Doppelpack zu schnüren. Als Blaedtke den Blankeneser Torwart scheinbar bereits umspielt hatte, pflückte ihm der Keeper doch noch den Ball vom Fuß – es war zum Verzweifeln! Auch Marc Güldener hatte kein Glück, als er knapp rechts vorbeischoss.

Auf der Gegenseite ließ die sichere TSV-Abwehr um ihren starken Organisator David Grabke aus dem Spiel heraus kaum etwas zu. Allerdings flogen einige Blankeneser Freistöße aus dem Halbfeld und zahlreiche Ecken in den Strafraum, wo TSV-Torwart Christoph Richter aber immer dann, wenn er gefordert wurde, zur Stelle war. „Wir mussten zwar bis zum Ende zittern, haben aber absolut verdient gewonnen“, so Borstelmann, der neben Richter und Grabke auch Martin Bushaj ein Sonderlob aussprach: Nach abgesessener Rot-Sperre glänzte der TSV-Kapitän mit starkem kämpferischen Einsatz.

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