TSV im Derby zu kopflos

Enttäuschend war der Zuschauer-Zuspruch, als am Dienstagabend die 1. Herren des TSV Uetersen zum Derby die SV Lieth empfingen. Enttäuscht waren am Ende auch die TSV-Spieler: Mit einer 0:1-Heimpleite verpassten sie die Chance, als Tabellen-2. die Position im Kampf um den Aufstieg zu verbessern.

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17. April 2013, 20:36 Uhr

Der Spitzenreiter SV Blankenese (3:3 in Poppenbüttel) und der Rang-3. TBS Pinneberg (2:3) in Osdorf patzten nämlich ebenfalls. Im Rosenstadion spielten die Uetersener von Beginn an nach vorne: Nachdem sich Philipp Ehlers schön behauptet hatte, kam Kevin Koyro aber nicht zum Abschluss (4.). Dann klärte SVL-Verteidiger Frederik Morten Steen nach einem langen Einwurf von Geburtstagskind Eddy-Morton Enderle vor Yannik Kouassi (5.) und als Kirill Shmakov den Ball von rechts in die Mitte gebracht hatte, wurden die Versuche von Philipp Ehlers und Jannick Prien jeweils abgeblockt (6.). In der elften Minute war es erneut Steen, der Philipp Ehlers nach Kouassis starkem Pass noch beim Torschuss störte. Nach Enderles folgendem Eckstoß nahm Prien den Ball direkt, brachte aber nur ein harmloses Schüsschen zustande (12.). Priens nächster Versuch ging deutlich über die Latte (15.). Die Gäste konnten sich kaum aus der Abwehr befreien; wenn sie nach vorne spielten, dann stets mit hohen, langen Bällen, die die TSV-Innenverteidiger Oliver Engl und Dennis Weber mühelos klärten. Der Ex-Uetersener Christian Kilb schied bei Lieth bereits nach 20 Minuten verletzt aus. Nachdem Jan-Philipp Brodersens Freistoß noch in der Liether Abwehrmauer landete (22.), kam Till Mosler dem 1:0 am nächsten, als sein 20-Meter-Freistoß an die Latte klatschte (28.). Dann war es Kouassi, der sowohl vor der Pause (42.) als auch nach dem Seitenwechsel (48.) jeweils frei vor SVL-Keeper Sascha Blaedtke auftauchte, den Bruder des Uetersener Mittelfeldspielers Florian Blaedtke aber nicht überwinden konnte. Es war zum Verzweifeln aus TSV-Sicht – und dann kam die 70. Minute: Wieder segelte ein langer Liether gen Spielfeldhälfte, wo Weber den Ball im Spiel halten wollte, anstatt ihn wegzubolzen. Ausnahmsweise verlor Weber den Zweikampf gegen Nihat Meric aber und musste den SVL-Stürmer deshalb per Foul stoppen. Bei der folgenden Freistoßflanke stimmte die Zuordnung nicht, so dass der abgeklärte Meric zum 0:1 vollstrecken konnte. In den verbleibenden 20 Minuten stellten die Hausherren auf ein 3-1-3-3-System um, warfen alles nach vorne – agierten aber zu hektisch und im Torabschluss weiterhin kopflos. So jagte Prien den Ball zweimal über die Latte. Obwohl die Klein Nordender ihrerseits in der Schlussphase noch einige Konterchancen vergaben (TSV-Torwart Christoph Richter verhinderte mehrmals stark das 0:2), feierten sie am Ende einen im Kampf um den Klassenerhalt sehr wertvollen Derby-Sieg.

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