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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 10:50 Uhr

Fußball : TSV II verschenkt Turnier-Sieg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Auf denen steht Chancen-Tod“, sagte Patrick Langer, Organisator des „Heidgraben-Cups“ und Verteidiger der 1. Herren des Heidgrabener SV, als Daniel Brandt, Spieler der 2. Herren des TSV Uetersen, bei der Siegerehrung neben einem Fußball auch ein Satz Aufwärm-Shirts entgegennahm. Dass die Uetersener das Heidgrabener Vorbereitungsturnier nicht gewannen, lag in der Tat einzig und allein an ihrer fahrlässigen Chancenverwertung.

shz.de von
erstellt am 21.Jul.2013 | 21:07 Uhr

Am Sonntagnachmittag hätten die Rosenstädter im letzten Turnierspiel den Gastgeber Heidgraben, einen zukünftigen Rivalen in der Kreisliga 8, „nur“ schlagen müssen, um das Turnier zu gewinnen. In der ersten Halbzeit legte die TSV-Zweite ein enormes Tempo vor, nutzte ihre guten Gelegenheiten aber nicht. Immerhin: Als Jon Schwerdtfeger gefoult worden war, verwandelte Christian Sommer den fälligen Strafstoß zum 1:0. HSV-Coach Ove Hinrichsen rüttelte seine Elf in der Pause wach: „Ich habe gesagt, dass wir nur mit 0:1 zurückliegen und es mich wundern würde, wenn die Uetersener das hohe Tempo der ersten Hälfte weitergehen können!“

In der Not-Elf des Gastgebers standen im zweiten Durchgang mit Reserve-Trainer Benjamin Köhnke und Ingo Höhns zwei Spieler, die kaum noch am Liga-Spielbetrieb teilnehmen; dies trifft auch auf Ex-Reserve-Coach Sven Raether, der nach 60 Minuten eingewechselt wurde, zu. Diese Heidgrabener Mannschaft hätten die Uetersener schlagen müssen: Genügend Chancen zum 2:0 gab es auch nach der Pause noch – doch Sommer scheiterte mehrmals an HSV-Keeper Sven Seifert und als Jörg Dreier nach Tim Tiedemanns Pass über rechts freie Bahn hatte, lupfte er den Ball über die Latte (40.).

Je länger die Partie dauerte, desto unkonzentrierter und nachlässiger wurden die Uetersener – und so witterten die Heidgrabener plötzlich Morgenluft. Den ersten HSV-Torschuss von Philippe Schümann, um den sich zumeist drei Gäste-Verteidiger kümmerten, wehrte TSV-Torwart André Huppertz noch stark ab (47.). Doch als Schümann in der 53. Minute erneut frei durch war und rechts an Huppertz vorbeiging, konnte ihn der Keeper nur per Foul stoppen und hatte Glück, dass er dafür nur die Gelbe Karte sah. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schümann selbst zum 1:1. Dieses Tor wurde auch von den Spielern der SV Lieth II bejubelt – denn bei diesem Spielstand waren sie plötzlich Turniersieger, nachdem sie im ersten Sonntagsspiel einen 4:1-Sieg gegen den VfR Horst II gefeiert hatten. Noch waren zwar 17 Minuten zu spielen – den Uetersener Angriffen fehlte es aber in der Schlussphase an der nötigen Präzision. Stattdessen schnupperte Heidgraben am Führungstor: Schümann legte quer zu Benjamin Köhnke, der von links aus an Huppertz scheiterte (13.). Doch in der Schlussminute gelang Heidgraben tatsächlich noch der Siegtreffer: Benjamin Köhnke eroberte den Ball gut gegen TSV-Verteidiger Daniel Brandt und visierte von halbrechts aus das lange Eck an; der Ball sprang an den Pfosten, ehe ihn Schümann aus Nahdistanz über die Linie drückte. Noch beim Heidgrabener Torjubel pfiff der Schiedsrichter ab.

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