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Haushalt 2016 : Trotz steigender Kosten gut bestellt

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Moorrege steht finanziell glänzend da. „Wir sind nach wie vor eine schuldenfreie Gemeinde, insofern können wir glücklich und zufrieden sein“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Einstimmig winkte das Gremium den Haushalt 2016 durch. „Man könnte ja fast von Harmonie im Gemeinderat sprechen“, sagte Helmuth Kruse, Vorsitzender der Grünen-Fraktion.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 20:02 Uhr

Der Verwaltungshaushalt 2016 wird fast 5,8 Millionen Euro umfassen, der Vermögenshaushalt 580000 Euro. Die Kommune wird 2016 über einen freien Finanzspielraum in Höhe von 94000 Euro verfügen, den sie aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt schieben will. Um daraus anstehende Investitionen zu stemmen, muss sie zwar zusätzlich fast 290000 Euro aus der allgemeinen Rücklage nehmen. Diese wird Ende 2016 aber trotzdem noch rund 746000 Euro enthalten. „Damit können wir auch größere Projekte noch anstandslos stemmen“, betonte Weinberg. Die Gemeinde besitze genügend Mittel für freiwillige Leistungen, um Projekte in der Gemeinde anzustoßen. Die Kommune zahlt etwa ein Baby-Begrüßungsgeld. Als größte Investition ist ein Anbau an der Grundschule für die Betreuungsschule geplant. Er soll 300000 Euro kosten, davon übernimmt 100000 Euro die AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest. 70000 Euro sollen in den Ausbau der Straße Am Häg fließen. Der Bauhof soll Fahrzeuge im Wert von 33000 Euro erhalten. 5000 Euro will die Gemeinde in die Ausrüstung der Feuerwehr stecken. Insgesamt betragen die Investitionen mehr als 510000 Euro.

Der CDU-Fraktions-Chef Georg Plettenberg wies auf die vielen finanziellen Hürden der Gemeinde hin. Durch das neue Finanzausgleichsgesetz würden die Schlüsselzuweisungen um 217000 auf fast 290000 Euro sinken. Gleichzeigt steigen die Kreis-, Amts- und Gewerbesteuerumlagen um fast 165000 Euro sowie die Ausgaben für Kitas, Schulkostenbeiträge und Schulverbandsumlage um nahezu 129000 Euro. Finanzierbar sei diese Entwicklung nur durch die neuen Baugebiete und die infolge steigende Einwohnerzahl. Helmuth Kruse freute sich, dass sich im Haushalt Posten finden, denen der Rat in der Vergangenheit zunächst skeptisch gegenüberstand, etwa Mitgliedschaften in der AktivRegion und im Zweckverband Breitband Marsch und Geest. „Die Umfage unter den Bürgern hat die Notwendigkeit der Mitgliedschaft unterstrichen“, sagte er. Die Mehrheitsfraktion zeige einen Sinneswandel, dem er Hochachtung zolle. Bei der Abrechung des Klassikkonzerts und des Bauhofes wünsche er sich aber noch mehr Transparenz.

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