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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 06:21 Uhr

Handball : Trotz Sieg unzufrieden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der geneigte Handball-Zuschauer stellte beeindruckt fest, dass die 1. Männer des TuS Esingen im Hamburg-Liga-Derby gegen den TSV Ellerbek II, nachdem sie in der 17. Minute den 6:6-Ausgleich kassiert hatten, eine Viertelstunde lang ohne Gegentor blieben. TuS-Trainer Markus Risch ging an dieses Thema allerdings etwas anders heran: „Die Frage ist, warum wir in der Anfangsphase überhaupt sechs Gegentore kassiert haben“, sagte Risch, der für dieses Dilemma sogleich selbst eine Antwort gab: „Wir haben schwach begonnen und den Gegner zu leicht genommen!“

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erstellt am 30.Nov.2014 | 18:04 Uhr

Dazu, dass zumindest einige TuS-Spieler die 2. Mannschaft des Kreis-Rivalen Ellerbek unterschätzten, trug vielleicht auch das Zwischenergebnis von 3:0 nach sechs Minuten bei. Die Treffer von Lennart Haas (zwei) und Tim Reichert egalisierten die Ellerbeker aber innerhalb von nur drei Minuten zum 3:3 und antworteten auch auf die drei folgenden TuS-Tore jeweils mit dem Ausgleich. In der 18. Minute hatte Risch genug vom Treiben seiner Schützlinge gesehen und nahm eine Auszeit. „Danach haben wir uns immerhin in der Abwehr gesteigert“, so Risch, der feststellte: „Nachdem wir uns bis dahin das Ellerbeker Spieler nur angeschaut haben, sind wir fortan endlich in die Partie gekommen, haben Bälle erobert und vorne getroffen.“

Dass die Esinger bis zur Pause neun Tore in Folge warfen, ohne dass der Ball in dieser Phase auch nur ein einziges Mal in ihrem Gehäuse zappelte, wurde davon begünstigt, dass Gäste-Akteur Dimitri Propp die erste Zwei-Minuten-Strafe der Partie bekam, als er den Ex-Ellerbeker Tim Wichmann gefoult hatte (18.). Zudem warf TSV-Akteur Sebastian Strahl einen Siebenmeter an den rechten Pfosten, anstatt das 9:7 zu erzielen (15.). Sehenswert war Daniel Günters Treffer zum 15:6-Pausenstand: Als noch drei Sekunden auf der Uhr waren, jagte Günter den Ball oben links in den Winkel – ein Traumtor!

Der zweite Durchgang begann mit Max Lennart Albrechts 16:6 noch wunschgemäß aus Sicht der Tornescher, denen es anschließend aber angesichts ihrer klaren Führung nicht gelang, die Konzentration hochzuhalten. Bis zum 24:11 (44.) schien die Heim-Sieben noch auf einem guten Weg zu sein, kontinuierlich weiter davonzuziehen. Dann pendelte sich ihr Vorsprung aber bei zehn Toren ein. Weil die Ellerbeker in Unterzahl (insgesamt bekamen sie sieben Zeitstrafen und die Esinger nur zwei) in der Schlussphase zweimal in Folge trafen, haderte Risch nach dem 34:25-Endstand: „Die zweite Halbzeit haben wir mit einem Tor verloren und ich bin unzufrieden, denn ich hatte nach der klaren Pausen-Führung mindestens einen Sieg mit 15 Treffern Vorsprung erwartet!“

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