Handball : Trotz Sieg unzufrieden

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Weil am Sonnabend in der Neuen KGST-Halle der „11. Blaulicht-Cup“ stattfand (siehe Extra-Bericht auf Seite 15), empfingen die 1. Männer des TuS Esingen den Ahrensburger TSV erst am gestrigen Sonntag. Gegen den noch sieglosen Tabellenletzten taten sich die Tornescher von Beginn an schwer und gerieten mit 0:2 und 1:3 in Rückstand. Die erste TuS-Führung gab es erst nach acht Minuten zu notieren: Einen von Jannik Genz in der Abwehr eroberten und nach vorne geworfenen Ball versenkte Nicolas Philippi vom Kreis aus zum 4:3.

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18. Januar 2015, 21:32 Uhr

Beim Stand von 8:6 nahmen die Ahrensburger eine Auszeit (16.), in der auch TuS-Trainer Jan-Henning Himborn seinen Spielern ins Gewissen redete: „Einige stehen in der Abwehr nur herum!“ Beim 9:10 gerieten die Esinger trotzdem noch einmal in Rückstand (20.), ehe sie durch eine Positivserie mit 15:11 in Führung gingen. Das zwölfte ATSV-Tor beantworteten Tim Wichmann und Timo Kreckwitz in der letzten Minute der ersten Hälfte zum 17:12-Pausenstand.

„Es war in Ordnung, dass wir beim Seitenwechsel mit fünf Toren in Führung lagen – dann hätten wir aber am Ende auch mit mindestens zehn Treffern gewinnen müssen“, urteilte Jan-Henning Himborn. Dass er die Konjunktivform verwendete, lässt bereits darauf schließen, dass es den Torneschern nicht gelang, sich im zweiten Durchgang einen Kantersieg zu erspielen. Und das, obwohl die Ahrensburger in ihren spielerischen Mitteln arg limitiert waren und aus dem Rückraum keinerlei Torgefahr ausstrahlten. Beim Stand von 22:19 (41.) hätte es aus TuS-Sicht sogar noch einmal eng werden können; doch obwohl Daniel Günter eine Zeitstrafe bekam, erhöhten Daniel Abel vom Kreis sowie Wichmann auf 24:19. Zehn Minuten später stand es 29:22 und ein Kantersieg schien in greifbare Nähe gerückt zu sein. „Dann haben wir aber vorne unsere Chancen nicht konsequent genug herausgespielt – stattdessen haben sich mehrere Spieler immer wieder Auszeiten, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, genommen“, tadelte Jan-Henning Himborn.

Positiv war, dass sich auch Nils-Oliver Himborn, der seit der Winterpause als Co-Trainer fungiert, mit seinem 32:24 in die Torschützenliste eintragen konnte. Negativ war, dass dieser Acht-Tore-Vorsprung bis zum 33:29-Endstand um die Hälfte zusammenschmolz, was keinesfalls Nils Wünsch anzulasten war, der in der Schlussphase das TuS-Tor hütete. „Wir haben keine gute Leistung gezeigt und jeder Spieler muss sich selbst hinterfragen, ob er die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt hat“, so Jan-Henning Himborn, der abschließend betonte: „Bei uns muss sich schnell einiges ändern und da ist jeder Einzelne gefordert – gerade nach dem im Winter vorgenommenen Trainerwechsel!“

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