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Konjunkturlage : Trotz Konsumfreude: Wachstum verlangsamt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste e. V. vermeldet grundsätzlich positive Stimmungen aus der Norddeutschen Wirtschaft. Zwar sei ein Rückgang der Nachfrage in der Industrie und ein leichter Gegenwind im Einzelhandel zu spüren, das führe aber allenfalls zu einem langsameren Wachstum als bisher. Insofern könne von einer Trendwende nicht gesprochen werden.

Aus den Kreisen Steinburg und Pinneberg meldeten 24 Prozent der teilnehmenden Unternehmen eine gefallene Auftragssituation, was dem Niveau vom Sommer 2011 entspricht.

Dabei sahen sich elf Prozent der Unternehmen mit einem zu kleinen Auftragsbestand konfrontiert, wohingegen 85 Prozent der Unternehmen saisonübliche Werte (67 Prozent) oder sogar günstige Auftragslagen (18 Prozent) vermeldeten.

Gedämpft wurde die Stimmung in der Wirtschaft natürlich durch die Euro-Schuldenkrise, die allerdings auf die meisten Verbraucher keinen besonderen Eindruck mehr mache: „viele Bundesbürger sind doch aus der aktuellen immer komplizierteren Debatte längst ausgeschieden“, stellt Heinrich Ritscher, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes fest. Ein wichtiges Thema auch die Verfügbarkeit von Auszubildenden: War es vor ein paar Jahren noch relativ schwer, einen Ausbildungsplatz zu erhalten, so haben die Bemühungen der Regierung und der Unternehmen offenbar Früchte getragen: Die Unternehmen bekommen mittlerweile nicht mehr genügend junge Menschen, um ihre freien Ausbildungsplätze zu besetzen. Gastgeber des Pressegesprächs, was in den Räumen der Kölln-Flocken-Werke in Elmshorn stattfand, war Otto Fubel, Mitglied der Peter-Kölln-Geschäftsführung, der darauf hinwies, dass vor allem auch die Bandbreite der Ausbildungberufe gewachsen sei, was die Nachfrage nach Azubis weiter erhöhen würde. Schwerpunkt des Pressegesprächs war allerdings der Ausbau der A 20 und hier insbesondere die Elbquerung bei Glückstadt. Die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung stießen auf heftige Kritik: Eine Anbindung lediglich an die A 7 nütze dem westlichen Schleswig-Holstein gar nichts. Die Hinweise der Landesregierung, der Umweg über die Anschlussstelle Hamburg-Eidelstedt zur A 23 sei zumutbar, kommentierte Sebastian Koch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes, mit dem Hinweis, dass doch fast täglich der Stau vor dem Elbtunnel bereits in Quickborn begänne. Otto Fubel erinnerte daran, dass Hamburg durch die Elbe eben nun einmal ein Verkehrsproblem sei, der Hafen aber eben das Logistikzentrum für Deutschland sei und überdies größter Arbeitgeber Hamburgs. „Die Waren müssen eben über die Stadt abfließen“, ergänzte Sebastian Koch.

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erstellt am 28.Jun.2012 | 22:30 Uhr

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