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Uetersener Nachrichten

23. November 2017 | 04:58 Uhr

Triennale der Photografie : Triennale in Hamburg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Für Fotografen ist die „Triennale der Photographie Hamburg 2015“ ein reizvolles Terrain, denn mit 70 Ausstellungen an 59 Orten in der Stadt lässt sich Neues erfahren und erforschen.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2015 | 17:23 Uhr

Alles begann 2005 im „Haus der Photographie“ und wurde von dem Fotografen und Sammler F. C. Gundlach ins Leben gerufen. Doch noch nie war das Festival so umfangreich, hatte so ein Spektrum und solche „inhaltliche Relevanz“, wie in diesem Jahr. Die Triennale hat zum ersten Mal auch einen auswärtigen Kurator, den polnischen Fotografie-Fachmann Krzysztof Candrowicz, der sehr gut vernetzt ist und meint, dass aus der „erdrückenden Bildermasse“ neue Qualitätsmaßstäbe entwickelt werden müssen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts dient die Fotografie dazu, visuelle Eindrücke festzuhalten, aufzubewahren und zu kommunizieren. Gut vier Meter ist der Berg aus Fotos hoch, den der Fotograf Erik Kessels in der interaktiven Ausstellung „Snap-shot“ aus einem Fotomuseum Helsinkis aufgehäuft hat. Der Berg besteht aus 350.000 Fotos, die 2011 innerhalb von 24 Stunden auf dem Web-Portal FlickR veröffentlicht wurden und nun in einer Halle im Oberhafenquartier (Stockmeyerstraße 4) zu sehen sind.

Dabei erscheint es „tröstlich, dass alle Menschen ähnliche Sehnsüchte teilen“. Früher wurde genauer hingesehen, was durch historische Fotoalben belegt wird.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Ausstellung „When We Share more Than Ever“ im „Museum für Kunst und Gewerbe“ (MKG, geöffnet bis 20. September) am Steintorplatz. Hier wurde der historische Vergleich innerhalb von 170 Jahren herausgearbeitet. Es geht um das Teilen von Bildern, um politisch-ethische Verantwortung, Kontinuität, um Voyeurismus und technische Veränderungen. In zehn Kapiteln beleuchtet die Schau im MKG ausgewählte Bereiche fotografischer Praxis, in denen das Sammeln und Teilen von Bildern eine Rolle spielt. Es sind über 200 historische Werke aus der Sammlung des Museums zu sehen, der zwölf zeitgenössische künstlerische Positionen gegenüberstehen. Die Künstler befassen sich mit der digitalen Fotografie und deren Auswirkungen auf die neuen Medien sowie dem Internet als neues Bildarchiv.

Vertiefende Kenntnisse kann sich der interessierte Fotograf bei einem Vortrag mit dem Thema „Network Conditions“ am 2. Juli um 19 Uhr im MKG holen. Dann berichtet Natalie Bookchin, Künstlerin und Professorin für Medien an der Mason Gross School of the Arts an der Rutgers University, New Jersey (in englischer Sprache).

Informationen sind unter www.phototriennale.de zu bekommen. Das Zentrum befindet sich im Containerdorf vor den Deichtorhallen. Tickets gibt es bei den Museen.

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