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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 07:06 Uhr

Schafweide : Trickst Moorrege Uetersen aus?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zweimal haben die Uetersener Ratsmitglieder es verhindern können, dass auf der Moorreger „Schafweide“ ein Rewe-Markt gebaut wird. „Wir halten an unseren Vorhaben fest“, bekräftigt Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg seine Absicht, an der B431 ein großes Bebauungsgebiet für 50 Häuslebauer und den 1600-Quadratmeter-Supermarkt zu schaffen.

shz.de von
erstellt am 13.Mär.2012 | 21:13 Uhr

Nun könnte der Christdemokrat einen Trick gefunden haben, sein Lieblingsprojekt doch noch durchzusetzen. Die Gemeinde will die Investition der EMV Immobilienmanagement GmbH aus Elmshorn einfach teilen. Statt einem wird die Gemeindevertretung gleich zwei Flächennutzungspläne während der nächsten Sitzung verabschieden. Ein F-Plan direkt an der Bundesstraße betrifft die Fläche für den Supermarkt. Der zweite Plan wird für die Wohnbebauung zwischen Grothar und Mühlenweg gemacht. Die Gemeindevertretung tagt am Dienstag, 20. März, ab 20 Uhr im Amt Moorrege, Amtsstraße 12.

Grund: Im gemeinsamen Flächennutzungsplan für Uetersen, Tornesch, Moorrege und Heidgraben ist festgeschrieben, dass nur bei Vorhaben ab fünf Hektar die Zustimmung der drei anderen Kommunen eingeholt werden muss. Dieses Einvernehmen hatten die Uetersener Politiker mit Blick auf den zu erwartenden Kaufkraftabfluss Richtung Moorrege verweigert. Sie wollten einen Vollsortimenter verhindern, machten den Moorregern aber mit einem Discounter bis 850 Quadratmeter Ladenfläche ein Kompromissangebot. Bleibt Moorrege mit der Schafweide unter dieser Fünf-Hektar-Grenze, sind die Nachbarn nur im einfachen Beteiligungsverfahren zu hören. Die Bedenken aus der Rosenstadt könnte die Moorrreger CDU-Mehrheitsfraktion dann ab- und wegwägen. Uetersen bliebe nur noch die Normenkontrollklage vor dem Oberverwaltungsgericht in Schleswig, was allerdings eine einmalige Konfrontation mit ungeahnten Folgen für die Zukunft bedeuten würde.

Moorreges Bürgermeister würde den gemeinsamen Flächennutzungsplan sowieso gerne aufkündigen, was allerdings nur mit Zustimmung aller Kommunen möglich ist. „Das passt nicht mehr in die heutige Zeit“, so Weinberg.

Die Uetersener Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar.

Ihr Moorreger Kollege erklärt, dass sie über das Vorgehen der Gemeinde informiert worden ist. Gleichzeitig hat der Christdemokrat die Sozialdemokratin gebeten, die Uetersener Politiker zu informieren.

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