Bundespolizei meldet : Trend: Weniger Straftaten an den Kreisbahnhöfen

Pendler im Kreis Pinneberg können aufatmen: Die Bahnhöfe in Wedel, Pinneberg und Elmshorn sind sicherer geworden. Das berichtete der Leiter der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Präsident Joachim Franklin, am Donnerstag während der Jahreshauptversammlung des Elmshorner CDU-Stadtverbands.

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30. November 2012, 20:06 Uhr

Die Zahl der von Januar bis Oktober bei der Bundespolizei angezeigten Straftaten an den genannten Haltestellen sowie in Horst ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 71 Prozent zurückgegangen. Franklin führte diese Entwicklung auf eine stärkere Präsenz der Bundespolizei und einen spürbaren Verfolgungsdruck zurück. „Die Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit MKU hat den Auftrag, an den Bahnhöfen mehr tätig zu sein“, sagte der 57-Jährige.

Am stärksten nahm der Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ab. Statt sieben wurden nur noch zwei Fälle angezeigt (minus 71,4 Prozent). Im selben Maße gingen die Beleidigungen zurück (von 21 auf sechs). Die Zahl der Körperverletzungen verringerte sich um fast zwei Drittel (statt 38 nur noch 14 Fälle), die der Sachbeschädigungen um mehr als die Hälfte (statt 34 noch 16 Fälle), die der Diebstähle um mehr als ein Drittel (statt 43 noch 28 Fälle). Nach wie vor viele Anzeigen gingen wegen Graffiti ein (statt 56 noch 51 Fälle). Die gefühlte Sicherheit mag diesem Trend hinterherhinken. „Wenn man über längere Zeit einen Ort als bedrohlich empfindet, hat man das gespeichert“, sagte Franklin. Doch die Situation habe sich geändert, auch am Elmshorner Bahnhof, den die Polizei laut Stadt Ende 2011 immerhin zum gefährlichen Ort erklärte.

Zwar herrsche auf dem Bahnhofsplatz der Krückau-stadt eine offene Drogen- und Alkoholszene aus rund 80 Personen. Die Drogenabhängigen zeigten allerdings selten ein aggressives Verhalten. Die Alkoholabhängigen verübten zwar Körperverletzungen, aber in der Regel innerhalb der Gruppe. Die Bundespolizei wird ihre Arbeit in Elmshorn weiter ausbauen. Im Februar bezieht sie am Holstenplatz in einer ehemaligen Gaststätte erstmals einen eigenen Dienstverrichtungsraum. Er soll nachmittags und am Wochenende besetzt sein. Bisher mussten die Beamten aus Neumünster anrücken.

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