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Interessengemeinschaft Südtangente : Treffen mit K22-Infos und Grünkohl

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auch in diesem Jahr waren der Einladung der Aktiven der Interessengemeinschaft (IG) Südtangente zahlreiche Mitglieder und Gäste gefolgt, um aktuelle Informationen zum Stand der K22 zu erhalten und bei einem gemeinsamen Grünkohlessen Gedanken zu dem Thema auszutauschen. Jürgen Körner und Michael Krüger, die beiden IG-Sprecher, begrüßten im Heimathaus 70 Veranstaltungsbesucher, darunter die FDP-Spitzen der Stadt Tornesch Gunnar und Sabine Werner, FDP-Fraktionsmitglied Karlheinz Böhmke, den Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion Klaus G. Bremer sowie den Vorsitzenden des Tornescher Seniorenbeirats Ralf Fromhein, der erst vor wenigen Tagen Befürworter und Gegner der geplanten K22-Trassenführung in einer öffentlichen Seniorenbeiratssitzung zusammengeführt hatte.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 19:45 Uhr

Michael Krüger, der als Vertreter der IG Südtangente, die als Alternative zur K22-Trassenführung durch Esingen eine Trassenführung beginnend in Höhe des Uetersener Bierbahnhofs zum Wisch-möhlenweg und von dort zum Bahnübergang Prisdorf mit Anbindung zur Westumgehung Pinneberg vorschlägt, hatte in der Seniorenbeiratssitzung Überlegungen der IG Südtangente und gesammelte Daten zur Verkehrsentlastung vorgelegt und informierte im Rahmen des Grünkohlessens anhand einer Power Point-Präsentation über Presseberichte zum Thema K22 und politische Aussagen im vergangenen Jahr und aktuell.

„Wir bekommen immer den Vorwurf, unsere vorgeschlagene Variante würde durch ein Landschaftsschutzgebiet führen. Wir würden aber nur eine Randzone tangieren und dort wäre ein Straßenbau erlaubt. Die geplante K22 ist jedoch mitten in der Kernzone des Landschaftsschutzgebietes“, so Michael Krüger. Er merkte an, dass die Verkehrsströme von Tornesch zur Westumgehung Pinneberg nicht untersucht worden seien. „Mit unserer K22-Variante würde der Bahnübergang Prisdorf untertunnelt und damit ein Nadelöhr beseitigt.“ Seiner Ansicht nach halten Land und Kreis den „Ball“ K22 wegen der unsicheren finanziellen Förderung flach.

Auch in der Nachbesserung der aktuellen Planfeststellungsunterlagen zum Artenschutz sieht Michael Krüger nur einen Vorwand. „Wir haben erfahren, der Kreis soll europäisches Recht bezüglich Grundwasser und Katastrophenschutz nicht beachtet haben. Aus unserer Sicht müsste das aktuelle Planfeststellungsverfahren abgeblasen und neu aufgerollt werden.“ Michael Krüger informierte die Anwesenden, dass die IG mit anwaltlicher Unterstützung bis Anfang März ihren Widerspruch gegen das aktuelle Planfeststellungsverfahren einreichen wird.

Diskussion:

Der FDP-Fraktionsvorsitzende des Kreises Pinneberg Klaus G. Bremer meldete sich in der kurzen Diskussionsrunde zu Wort und betonte: „Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz läuft 2019 aus. Signale deuten an, dass dann der Schwerpunkt von Förderungen mehr beim Schienenverkehr liegt. Wir wissen nicht, ob wir noch Fördermittel für die K22 bekommen. Die K22 ist tot.“

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