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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 15:44 Uhr

Fussball : Traurig und stolz zugleich

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einem Wechselbad der Gefühle glich für Mahdi Habibpur, der als Trainer an seine 1. Frauen des FC Union Tornesch stets hohe Ansprüche stellt, am vergangenen Sonntag das Verbandsliga-Heimspiel gegen den Niendorfer TSV. Denn auf gute Ball- eroberungen, die mit einem starken Pressing immer wieder erzwungen wurden, folgten zu oft schlechte Torabschlüsse. Den 2:0-Sieg stufte Habibpur als „verdient“ ein und zog folgendes Fazit: „Ich bin traurig, weil wir aus unseren guten Chancen nicht mehr gemacht haben ‒ aber wir haben sehr diszipliniert agiert, und darauf bin ich stolz!“

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 18:41 Uhr

Eine frühe Führung wäre auf dem Kunstrasenplatz im „Sportpark Torneum“ durchaus möglich gewesen: In der elften Minute zirkelte Alina Wachter einen 30-Meter-Freistoß so gen gegnerisches Gehäuse, dass er wohl exakt im Winkel gelandet wäre ‒ doch obwohl die NTSV-Torhüterin Anastasia Ofori nicht allzu groß gewachsen ist, konnte sie den Ball irgendwie noch parieren. Die Union-Spielerinnen überzeugten weiter mit Ballgewinnen im Mittelfeld und Angriffen über ihre rechte Seite, bei denen es allerdings zumeist den Flanken an der nötigen Präzision fehlte.

Trotzdem wäre ein 1:0 vor Pause nicht nur möglich, sondern auch verdient gewesen. Doch Svea-Lynn Schmidt erwischte einen Eckstoß von Alina Wachter per Kopf nicht richtig (16.). Dann verstolperte Josefin Lutz, als sie freie Bahn hatte, zunächst den Ball (35.), ehe sie nach einem Pass von Schmidt vorbei zielte (39.). Und weil auch noch Alla Yanchenko ein Zuspiel von Benita Thiel verpasste (37.), wurden die Seiten beim Stand von 0:0 gewechselt.

„In der zweiten Halbzeit haben wir weiter stark nach vorne gespielt und uns gute Torchancen erarbeitet“, berichtete Habibpur. Schmidt scheiterte an Ofori (49.), die Ex-Niendorferin Saskia Mohnke vergab nach einem Freistoß von Alina Wachter knapp (55.) und Thiel zielte zu hoch (61.). In der 68. Minute gingen die Tornescherinnen dann aber endlich in Führung: Thiel tanzte zwei NTSV-Spielerinnen aus, drang in den Gäste-Strafraum ein und leitete weiter zu Lutz, die aus drei Metern zum 1:0 einschob.

Die Hamburgerinnen, die mit Melissa Büscher und Claudia Langmaack zwei ehemalige Union-Spielerinnen im Kader hatten, wurden daraufhin offensiver. FCU-Keeperin Saskia Schippmann packte mehrmals sicher und gut zu. Kurz vor Ultimo machten die Gastgeberinnen dann alles klar: Nach einem Eckstoß blockten die Niendorferinnen mehrere Yanchenko-Schüsse ab, ehe Johanna Stutzke, die angeschlagen nur eingewechselt worden war, den Ball mit links annahm und dann mit rechts zum entscheidenden 2:0 versenkte (88.). „Das war wirklich ein schönes Tor“, lobte Habibpur.

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