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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 14:20 Uhr

Handball : Traumstart nach Thriller

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zugegeben, zehn Minuten lang hatten die 1. Männer des TuS Esingen am Sonnabend gehörige Anlaufprobleme. Erst nach neun Minuten und 28 Sekunden gelang Timo Kreckwitz nach einer Energieleistung durch die Mitte endlich das erste Saisontor (zum 1:1). Nach 60 packenden Minuten schlugen die Tornescher das HT Norderstedt, das in der Hamburg-Liga zu den Titelfavoriten gehört, aber mit 24:22 und legten einem Traumstart in die neue Spielzeit hin.

Dass in den ersten zehn Minuten sowohl seinen Esingern als auch den Norderstedtern jeweils nur ein Treffer gelang, führte der neue TuS-Trainer Markus Risch auch auf das vom Hamburger Handball-Verband nun noch strikter angewendete Haftmittel-Verbot zurück. „Die Zeitnehmer und Schiedsrichter werden jetzt mit in die Haftung genommen, wenn doch mit Backe gespielt wird“, so Risch, der klagte: „Die Norderstedter hätten, ebenso wie wir, gerne mit Harz gespielt – denn das Backe-Verbot führt dazu, dass Handball auf höchstem Niveau mit technischen Feinheiten nicht mehr möglich ist!“ Wäre mit Backe gespielt worden, hätte es, so Rischs Schätzung, nach zehn Minuten wohl schon 5:5 gestanden. Weiteren Esinger Torerfolgen standen zunächst aber wiederholt Latte und Pfosten des Gäste-Gehäuses im Weg. Auf der Gegenseite zeigte TuS-Torwart Benjamin Boje zahlreiche Glanzparaden: „Er hat eine Weltklasse-Leistung gezeigt“, lobte Risch seinen Keeper, der auch einen Siebenmeter hielt. Als sich die Esinger an den Ball ohne Backe gewöhnt hatten, zeigten sie bis in die zweite Halbzeit hinein den Handball, den ihr neuer Coach sehen will: Mit schnellen, kraftvollen Angriffen stellten die Tornescher ihren ambitionierten Gegner vor unlösbare Probleme. Risch: „Mit Max-Lennart Albrecht und Lennart Haas, der ein sensationell gutes Spiel gemacht hat, haben wir Werfer, die aus vollem Lauf treffen können.“

Zur Pause führten die Esinger mit 12:8 und konnten es verschmerzen, dass ein hartes Foul des Norderstedters Florian Deppe an Daniel Günter nicht mit „Rot“ geahndet wurde (26). Auch in der zweiten Hälfte stand die TuS-Abwehr bis zur 42. Minute hervorragend, was auch die bis dahin nur elf Gegentore (16:11) belegen. „Dann haben wir den Faden verloren und nicht mehr so gut in der Abwehr gestanden“, sagte Risch. Boje verließ das nötige Glück, weshalb Maximilian Rathke in den letzten zehn Minuten das Tor hütete. Auch, weil die Schiedsrichter Wolfgang Meyer/Jörg Stahl (HSG Pinnau) keine klare Linie hatten, wurde es noch einmal eng. Beim 20:20 (55.) und 21:21 (56.) glichen die Norderstedter zweimal aus. Dann gelang Nils-Oliver Himborn das wichtige 22:21 (58.). Der Handball-Thriller endete mit einem 24:22-Heimsieg, für den die TuS-Spieler von den Zuschauern zu Recht gefeiert wurden.

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erstellt am 14.Sep.2014 | 22:04 Uhr

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