Nachfolge : Traumstart für neuen Wehrführer

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Zukünftig wird sich in Oliver Schönfeldts Leben noch mehr um die Feuerwehr drehen als ohnehin schon. Der 45 Jahre alte Familienvater steht ab sofort an der Spitze der Feuerwehr und weiß sein Team geschlossen hinter sich: Während der jüngsten Hauptversammlung wählten ihn die Kameraden einstimmig.

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11. Januar 2015, 21:22 Uhr

„Besser hätten wir es nicht treffen können“, sagte der scheidende Wehrchef Axel Meyer, der vor einigen Monaten angekündigt hatte, das Spitzenamt aus beruflichen Gründen abgeben zu wollen.

Für ihn war Schönfeldt der erklärte Wunsch-Nachfolger, auch wegen seiner Qualifikation. Der Wahl-Hetlinger ist Berufsfeuerwehrmann, stationiert in Hamburg-Wilhelmsburg und gilt als Experte für die Bekämpfung von Chemieunfällen. Seit etwa zwölf Jahren lebt der gebürtige Hamburger in Hetlingen, zusammen mit seiner Frau und den beiden Söhnen. Weil die Feuerwehr schon sein berufliches Leben bestimmt, „habe ich mich zu Anfang schwer getan, in die Hetlinger Wehr einzutreten“, sagte er.

Dass er es dann doch tat, ist der Hartnäckigkeit eines Nachbarn zu verdanken. Inzwischen geht Schönfeldts ehrenamtliches Engagement allerdings deutlich über den Dienst in der Wehr hinaus. Er sitzt außerdem für die CDU im Gemeinderat und im Vorstand des Schulvereins.

Mit der Hetlinger Feuerwehr übernimmt er eine gut funktionierende Gemeinschaft mit einem hohen Ausbildungsstand der einzelnen Mitglieder. Die Stimmung ist gut, die Kontakte zu den Nachbarwehren und zur Polizei eng und vertrauensvoll. Entsprechend viele Gäste waren dabei, als der neue Chef gewählt wurde: neben Vertretern der Wehren Haseldorf, Holm und Wedel auch der für Hetlingen mit zuständige Polizist Thorsten Ibs.

Hinter den Kameraden liegt ein zahlenmäßig durchschnittliches Einsatzjahr. „Es wird deutlich, dass die Feuerwehr wie auch in den Vorjahren ihren Schwerpunkt bei der technischen Hilfeleistung hat“, sagte Axel Meyer in seinem Bericht. Geprägt durch Dienstabende, Fortbildungen und Sicherheitswachen, waren es vor allem Einsätze wie die Befreiung eines Kindes aus einem versehentlich verschlossenen Auto, eines in einem Spielgerät eingeklemmten Kindes und der Suche nach einer vermissten Person, die nachklingen.

Ausdrücklich lobte Meyer die enge Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren. „Dieser Zusammenhalt war nicht immer selbstverständlich. Umso mehr freue ich mich über die heutige gelebte Kameradschaft“, sagte er.

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