zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 07:57 Uhr

Kreistag : Traumergebnis bei Landratswahl

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Rund ein halbes Jahr vor dem Ende seiner ersten Amtszeit haben die Mitglieder des Kreistages Landrat Oliver Stolz am Mittwoch erwartungsgemäß für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. 37 der 41 wahlberechtigten Abgeordneten stimmten mit Ja, drei mit Nein, eine Stimme war ungültig. Die seltene Einmütigkeit kündigte sich bereits im Frühling an, als die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, Grünen und FDP verkündeten, ihren Fraktionen den Verzicht auf eine Ausschreibung der Stelle und damit die Wiederwahl des Amtsinhabers vorschlagen zu wollen (UeNa berichteten).

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2015 | 20:35 Uhr

Für den Chef der etwa 700 Mitarbeiter in der Kreisverwaltung war es ein Sitzungsabend nach Maß. Kritik an seiner Amtsführung wurde nicht erwartet, und sie kam auch nicht. Dafür gab es umso mehr Zustimmung. Einhellig lobten die Fraktionsvorsitzenden die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die Transparenz der Verwaltungsarbeit und die „Kultur des Dialogs“, die während der ersten Amtszeit des Landrats sowohl die Arbeit in den Gremien als auch das Klima in der Kreisverwaltung entscheidend geprägt habe. Vor allem die kleinen Fraktionen waren es, die dem Landrat ihr Vertrauen aussprachen. „In der Arbeit mit Ihnen waren wir den großen Fraktionen immer gleich gestellt“, sagte etwa Sven Lange, Fraktionsvorsitzender von Piraten und Die Linke. Auch Burghard Schalhorn, streitbarer Abgeordneter ohne Fraktionsstatus, kündigte in einem kurzen Redebeitrag an, die Wiederwahl zu unterstützen. „Ich bedauere es sehr, dass mich die anderen Fraktionen im Vorwege nicht gefragt haben“, sagte er und zielte damit auf den gemeinsamen Antrag ab, der nun zur frühzeitigen Wiederwahl geführt hat. Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses trat der Mann ans Rednerpult, um den sich an diesem Abend so vieles drehte: Ein strahlender Oliver Stolz, der seine Frau Claudia unter den Zuschauern wusste, bedankte sich für die große Zustimmung und sprach von einem „fast märchenhaften Ergebnis“. „Damit hat der Kreistag diesen für mich so bedeutsamen Tag zu einem besonders schönen bedeutsamen Tag gemacht“, sagte er. Denjenigen, die ihn nicht wählen mochten, reichte Stolz die Hand. Er empfinde ihr Nein als eine Form der Ehrlichkeit, und es sei ihm bewusst, dass er es nicht allen habe recht machen können. „Auch wenn Sie nicht immer mit jeder Entscheidung von mir einverstanden waren, so werde ich weiterhin versuchen, Sie zu überzeugen. Tatsächlich ist mir eine hohe Zustimmung eine echte Herzensangelegenheit“, so der Chef der Kreisverwaltung, der sich insbesondere für den Umgang der Politik mit den Verwaltungsmitarbeitern bedankte. „Sie glauben gar nicht, wieviel Ihr positiver und wertschätzender Umgang an Motivation und Leistungsbereitschaft bei uns im Kreishaus bewirkt.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert